München 04.12.2009. Zum Tag des Ehrenamtes konnte am Freitag erstmals der neu geschaffene Ehrenamtsnachweis Bayern.Engagiert im sozialen Bereich vergeben werden. 14 engagierte Verbandsfrauen erhielten von der Vorsitzenden des Bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) den Nachweis. Elfriede Schießleder, die stellvertretende Landesvorsitzende, hatte vor drei Jahren begonnen, sich für den Nachweis einzusetzen. Nun ist ihre Idee Realität geworden: "Der Nachweis würdigt nicht nur die vielfältige Arbeit der Frauen, hier findet auch der daraus erwachsende Kompetenzgewinn Ausdruck." Schießleder ist überzeugt: "Dieser standardisierte Nachweis wird in wirtschaftlich zunehmend schwierigeren Zeit auch im Erwerbsleben nützen."
Der Ehrenamtsnachweis Bayern. Engagiert im sozialen Bereich geht auf eine Initiative des Frauenbundes zurück. Die stellvertretende Vorsitzende, Elfriede Schießleder hat im Jahr 2006 zum Tag des Ehrenamtes erstmals einen derartigen Nachweis für Bayern gefordert, wie es ihn in Nordrhein-Westfalen bereits gab. Ihrem unermüdlichen Einsatz für die Idee des Nachweises ist es zu verdanken, dass der Nachweis nun vergeben werden kann. Alle großen Sozialverbände Bayerns haben sich ihrer Initiative angeschlossen, die bei Vertretern aus Politik und Wirtschaft sofort auf einhellige Zustimmung gestoßen war. Besonders wichtig: Das Bayerische Sozialministerium verleiht durch seinen Stempel dem Nachweis besonderes Gewicht.
Die Landesvorsitzende des KDFB, Waltraud Deckelmann, hat folgenden 14 Frauen einen Ehrenamtsnachweis überreicht: Dr. Felizitas Mutzenbach, Neu-Ulm, Monika Riedmüller, Niederrieden, Marianne Wiesmüller, Heroldsbach, Annemarie Fasching, Hirschaid, Anita Gaffron, Arberg, Regina Harrer, Raitenbuch, Karola Höchendörfer, Olching, Inga Pichler, Ruhpolding, Irmgard Dietl, Pfarrkirchen, Ingrid Weißl, Neuötting, Elisabeth Flogaus, Theisseil, Hildegard Haupt, Grafenwöhr, Heidi Neba-Hinterleitner, Zeil/Main, Irmtraud Pickel, Sulzheim,
Über den ideellen Wert hinaus hat der Ehrenamtsnachweis auch einen beruflichen Nutzen: Junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, Frauen und Männer, die nach der Familienphase wieder in den Beruf einsteigen wollen, Erwerbstätige, die sich beruflich verändern wollen - sie alle können den Nachweis ihrer Bewerbung beilegen, und er wird so für ihren beruflichen Werdegang bedeutsam. Nähere Informationen sind zu finden unter www.frauenbund-bayern.de/ehrenamtsnachweis und unter www.ehrenamtsnachweis.de.
Der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes setzt sich seit vielen Jahren für die bessere Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit von Frauen ein. Dazu wurden 1993 erste Nachweishefte über das Engagement von KDFB-Frauen unter dem Stichwort "Unsichtbare Arbeit sichtbar machen" eingeführt; 1997 gab es erstmals bundesweit einheitliche Nachweisformulare in über 10 Verbänden und Organisationen. 2002 erfasste der Landesverband Ehrenamt und Fortbildung von über 500 seiner Mitglieder. Der Bayerische Landesverband des KDFB ist mit 190.000 Frauen der größte Frauenverband Bayerns
Redaktion: Ulrike Müller-Münch