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Aktuelles

Familienpatinnen erleichtern Familien den Alltag

Foto: Birgit Liedl-Doll

16.07.10
Aktuelles, Pressemitteilung:

Frauenbund baut Netz von Familienpaten in Bayern auf

München 16.07.2010. Jede Familie kennt Zeiten, in denen das alltägliche Miteinander keine Freiräume mehr zulässt und ein wenig Unterstützung von außen viel bringt und einfach gut tut.

"Ehrenamtliche Familienpatinnen und -paten stellen Entlastungsmöglichkeiten für Familien im Alltag zur Verfügung. Der Bayerische Landesverband des KDFB freut sich, an einem für Familien so wirkungsvollen Projekt maßgeblich mitarbeiten zu können. Der Frauenbund wird insbesondere das Thema Religionssensibilität in Familien einbringen", stellt die Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Elfriede Schießleder fest. "Mit diesem Modellprojekt wollen wir bayernweit die Gewinnung von Familienpaten, ihre Auswahl, Ausbildung und ihren Einsatz in den Familien erproben und Qualitätsstandards für die Ausbildung festlegen", erklärt Familienministerin Christine Haderthauer.

Kooperationspartner des Projektes

Der Frauenbund und seine Kooperationspartner, der Deutsche Kinderschutzbund, die Mütter- und Familienzentren und das Zentrum Aktiver Bürger Nürnberg setzen einen kräftigen Impuls für ein familienunterstützendes Netz an bürgerschaftlichen Hilfen in ganz Bayern. 

Schwerpunkt "Religionssensibilität" bei Aus- und Fortbildung der FamilienpatInnen

Das Aus- und Fortbildungskonzept für die Familienpaten wird gemeinsam erarbeitet. Die Inhalte werden in Form von Bausteinen von den einzelnen Verbänden ergänzt. Die Diplom-Theologin Waltraud Schreyer, zuständige Projektleiterin im Frauenbund, wird dafür den Baustein "Religionssensibilität" entwickeln: "Religion und ihre Ausübung ist für jeden und jede Familie unterschiedlich und ein sehr privates Thema. Wissen, Bewusstsein und Fingerspitzengefühl sind daher für alle Familienpaten und -innen in der Arbeit mit den Familien sehr wichtig".

Öffentliche Förderung und wissenschaftliche Begleitung

Angestoßen vom Arbeitskreis Neuvola der KDFB-Arbeitskonferenz 2007 und dem daraus entstandenen Projekt Mirjam, gab das Bayerische Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen im Dezember 2009 grünes Licht für das Modellprojekt "Netzwerk Familienpaten in Bayern". Der Freistaat Bayern fördert das Projekt für die Dauer von zwei Jahren. Ein weiterer Förderer ist die Robert-Bosch-Stiftung. Die Evaluierung und wissenschaftliche Begleitung des Modellprojektes geschieht durch das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb).

Der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes ist der größte Frauenverband Bayerns. Er hat 190.000 Mitglieder. Der Frauenbund widmet sich seit fast 100 Jahren insbesondere den Aufgaben Erwachsenenbildung und Wertevermittlung.

Redaktion: Ulrike Müller-Münch