
Josefa Schmid erhält von Bundesfamilienministerin Schröder die Urkunde zum Helene Weber-Preis; Foto: BMFSFJ
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat Anfang Dezember in Berlin 15 Kommunalpolitikerinnen aus ganz Deutschland den Helene Weber-Preis 2011 verliehen. Sie würdigte damit das herausragende politische Engagement der Frauen in Städten, Gemeinden und Landkreisen.
Eine der drei Preisträgerinnen aus Bayern ist Josefa Schmid. Die 37-jährige Diplom-Juristin ist seit 2008 ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Kollnburg im Landkreis Regen. Vorgeschlagen wurde sie von ihrem KDFB-Heimatzweigverein Kollnburg. Trotz ihres intensiven politischen Engagements nimmt Josefa Schmid regelmäßig an KDFB-Veranstaltungen teil und setzt sich für die Interessen des Verbandes ein. Neben Josefa Schmid wurde auch Barbara Haimerl aus Wald im Landkreis Cham mit dem Helene Weber-Preis ausgezeichnet. Sie ist ebenfalls Mitglied im KDFB.
Hintergrundinformationen zum Helene Weber-Preis
Der Helene Weber-Preis wird seit 2009 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verliehen. Eine unabhängige Jury wählt die Preisträgerinnen aus den Mitgliedern des Deutschen Bundestages vorgeschlagenen Kandidatinnen aus. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro dotiert und kann für kommunalpolitische Projekte eingesetzt werden. Alle 15 Preisträgerinnen erhalten ein 3-tägiges Trainingsprogramm und ein individuelles Coaching durch die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft (EAF).
Ausgeschrieben wird der Preis, weil Frauen in den Parlamenten auf Bundes- und Landesebene chronisch unterrepräsentiert sind: Ihr Anteil in diesen Volksvertretungen stagniert seit Jahren bei etwa 30 Prozent. In den Kommunalparlamenten ist sogar nur ein Viertel der Mitglieder weiblich. Mit dem Helene Weber-Preis und dem Helene Weber-Kolleg soll das Engagement der politisch aktiven Kommunalpolitikerinnen gewürdigt und zukünftige Talente gefördert werden. Helene Weber, die Namensgeberin des Preises, war eine der vier "Mütter des Grundgesetzes".
Quelle: Bundesministerum für Familie, Senioren, Frauen und Jugend