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Aktuelles

29.09.11
Aktuelles, Pressemitteilung:

Ehrenamtskarte kein substanzieller Fortschritt

München. 29.09.2011 Die Bayerische Ehrenamtskarte ist für den Bayerischen Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) "eine freundliche Anerkennung ehrenamtlicher Arbeit in Form eines Freizeitvorteils", so Elfriede Schießleder, die Landesvorsitzende des KDFB und Initiatorin des Ehrenamtsnachweises Bayern. Sie gibt allerdings zu bedenken, dass die Anfang der Woche vorgestellte Ehrenamtskarte keine nachhaltige Anerkennung ehrenamtlichen Engagements darstellt.

"Die ehrenamtlich engagierten Mitglieder des Frauenbundes werden die neue Karte nutzen", freut Schießleder sich drüber, dass für Ehrenamtliche auf diese Weise ein konsumtiver Zusatz-Bonus geschaffen wurde. Viel wichtiger wäre aber für Elfriede Schießleder: "Ehrenamtliches Engagement muss sich in der Rentenhöhe auswirken, muss die Altersbezüge erhöhen."

Die Vorsitzende des größten bayerischen Frauenverbandes hat vor zwei Jahren den Ehrenamtsnachweis Bayern zusammen mit dem Sozialministerium und den Wohlfahrtsverbänden auf den Weg gebracht. Der Kreis der Träger des Nachweises hat sich binnen kurzen ausgeweitet. Für Schießleder ein Zeichen dafür, dass mit den Nachweis ein wirksames Instrument geschaffen wurde, um die im Ehrenamt erworbenen Kompetenzen, Fortbildungen und Tätigkeiten zu belegen. Schießleder bedauert allerdings, dass nicht alle Arbeitgeber den Ehrenamtsnachweis als zusätzliche Qualifikation im Berufsleben und bei Bewerbungen anerkennen.

Der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes hat 180.000 Mitglieder und ist damit der größte Frauenverband Bayerns. Tausende seiner Mitglieder sind ehrenamtlich engagiert, die Einsatzgebiete reichen von Besuchsdiensten bis zur Trauerbegleitung. Auch alle Führungsaufgaben des Verbandes, von der Zweigvereinsebene bis zur Verbandsspitze, werden ehrenamtlich geleistet.

Redaktion: Ulrike Müller-Münch