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Aktuelles

18.12.09
Aktuelles, Pressemitteilung:

KDFB-Forderungen an Kinderkommission im Landtag

München. 18.12.2009. Der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes begrüßt die Konstituierung der Kinderkommission im Bayerischen Landtag, die sich insbesondere dem Ausbau der Kinderbetreuung und einer verbesserten Qualität der Kinderbetreuungseinrichtungen widmen will. "Der Frauenbund sieht vor allem im Bereich Mittagsbetreuung und Familienpflege Handlungsbedarf", so die Vorsitzende Waltraud Deckelmann.

Als alleiniger Anbieter von Fortbildungen für Mittagsbetreuung schlägt der Frauenbund der Kinderkommission vor, sich mit der Situation der Mittagsbetreuung an den bayerischen Grundschulen auseinanderzusetzen. Die Verlängerung der Mittagsbetreuung seit dem Schuljahr 2008/2009 hat zwar neue Aufgaben und Anforderungen für Personal und Kinder gebracht. "Die Rahmenbedingungen müssen aber nach Ansicht des Frauenbundes noch an diese veränderte Aufgabenstellung angepasst werden zum Wohl der betreuten Kinder und der Frauen, die dort einer Erwerbstätigkeit nachgehen", so Waltraud Deckelmann, die Vorsitzende des größten Frauenverbandes in Bayern.

Für Kinder kranker Eltern greife der Ausbau und die qualitative Verbesserung der Kinderbetreuung nicht weit genug. Deckelmann und die Vorsitzende des Familienpflegewerks des KDFB, Maria Tyroller, sind sich einig: Nötig ist in diesen außergewöhnlichen Belastungssituationen eine verlässliche und qualitativ hochwertige Unterstützung im Familienhaushalt, die Alltagsstrukturen sichert und Kinder in schwierigen emotionalen Zeiten stabilisieren hilft. Der Frauenbund und sein Familienpflegewerk fordern deshalb eine Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, damit Eltern in jedem Fall einen gesetzlichen Anspruch auf Hilfe haben.

Außerdem sei eine solide Finanzierung der Leistung Familienpflege/Haushaltshilfe nötig, sei es durch Anpassung der Stundensätze der Krankenkassen auf eine kostendeckende Vergütung, sei es durch einen Finanzierungsmix unter Beteiligung von Städten, Gemeinden und Landkreisen, so Tyroller.

Redaktion: Ulrike Müller-Münch