Passau 19.06.2010. Der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes braucht mehr Zuschüsse, um die steigende Nachfrage nach seinen Fortbildungen für Mittagsbetreuung bewältigen zu können. Mittlerweile werden immer mehr Kinder in der Mittagsbetreuung bis 17 Uhr betreut. Daher ändert sich das Anforderungsprofil an das Personal enorm, besonders in pädagogischer Hinsicht. Die Beschäftigten in der Mittagsbetreuung müssen zudem mit einer großen Erwartungshaltung der Eltern zurecht kommen.
Seit Jahren kann der Frauenbund weder bei Basis-Schulungen noch bei Fortbildungen alle Anmeldungen berücksichtigen. "Der Frauenbund ist in diesem Bereich an die Grenzen seiner Belastbarkeit gegangen, aber die Nachfrage steigt weiter", beschreibt die Landesvorsitzende Elfriede Schießleder die Situation. Die Delegierten des KDFB fordern, dass das Kultusministerium mehr Geld zur Verfügung stellt.
Eine Hausaufgabenbetreuung gehört seit einem Jahr zum Profil der verlängerten Mittagsbetreuung. Jetzt müssen sich die Betreuerinnen sogar Vorwürfe anhören, wenn Kinder nicht die von den Eltern erwarteten Leistungen in der Schule bringen. Erst- und Zweitklässler verbringen in der verlängerten Mittagsbetreuung einen wesentlichen Teil ihrer Freizeit. Dort sind die Kinder etwa gleich lang wie bei den Eltern oder in der Schule. Für diesen erweiterten Aufgabenbereich, der weit über die Betreuung in pädagogische Aufgabenfelder reicht, möchte der Frauenbund ausreichend Fortbildungen anbieten können.
Der Bayerische Landesverband des KDFB als alleiniger bayernweiter Anbieter von Schulungen und Fortbildungen für Mittagsbetreuung setzt sich ein für die Interessen und das Wohl von Kindern wie Betreuerinnen. Die Delegierten des KDFB forderten eine einheitliche Regelung für die Rückerstattung der Elternbeiträge von finanziell belasteten Familien. Die Träger der Mittagsbetreuung können - im Unterschied zu Kindergarten und Hort - die Elternbeiträge für Kinder aus finanziell angespannten Familien nicht über die Jugendhilfe zurückholen. Es muss nach Ansicht des KDFB gewährleistet sein, dass Kinder aus finanziell schwachen Familien weiterhin dieses Angebot nutzen können.
Der KDFB ist mit 190.000 Mitgliedern der größte Frauenverband Bayerns. Er bietet seit 10 Jahren Schulungen und Fortbildungen für die Mittagsbetreuung an.
Redaktion: Ulrike Müller-Münch