"Du hast mir Heimat geschenkt" von Erika Lipok

Bettelarm kam Erika Lipok, heute 93 Jahre alt, als Flüchtling nach Deutschland und fand eine Wohltäterin, die sie "einfach so" von der Straße auflas.

Am 17. März 1945 reihten wir sieben -  meine Eltern, 50 und 65, eine Tante und vier Geschwister  - Peter, Christiane, Vera und ich, 28 und schon Witwe, ohne es zu wissen -  uns in die Flüchtlingskolonne ein, die sich binnen einer halben Stunde gebildet hat und eilends westwärts über das Sudetengebirge strebte. Nach vierzehn Tagen langten wir in Olmütz an; dort bestiegen wir den letzten Flüchtlingszug, der uns innerhalb acht Tagen durch die damalige Tschechoslowakei nach Bayern brachte.

In Rosenheim wurden wir auf Lastwagen verteilt und in unbewohnten Häusern und Notquartieren untergebracht. Wir wohnten "fürstlich" in einem hübschen Einfamilienhaus, das von seinen Bewohnern wegen der Fliegergefahr verlassen worden war. Mit Recht, wie sich schnell herausstellte. Bei einem verheerenden Luftangriff nahm eine Bombe unser halbes Haus mit und setzte sich direkt daneben in den Erdboden. Wir saßen plötzlich im Freien an der Luftschutzkellerwand, keiner von uns sieben hatte einen Kratzer abbekommen, die Bombe war offensichtlich nicht explodiert. Über die verschüttete Kellertreppe gelang es uns mühsam herauszukriechen und dann rannten wir - unter Fliegerbeschuss - querfeldein ins nächste Dorf.

Im Gasthaus ließ uns ein böse schimpfender Wirt in die eiskalte, finstere Gaststube ein. Die umlaufenden Bänke waren unser Nachtlager. Die Apriltage wurden sonnig und warm, so setzten wir uns tagsüber in die Sonne an den Straßenrand ins Gras. Die angrenzende Wiese gehörte unserem Wirt, der uns wieder beschimpfte, weil wir sein Gras zerdrückten. Die Verpflegung für uns sieben besorgte ich mit meinem Fahrradl, das ich trickreich im Flüchtlingszug bis hierher gerettet hatte - wenige Tage später wurde es mir geklaut. In der Stadt funktionierte noch die "NSV" (NS-Volkswohlfahrt) und versorgte die Flüchtlinge mit Suppe. Bis ich mit meiner Suppenkanne wieder im Dorf angelangt war, ist die natürlich kalt geworden. Der Wirt hat sie uns nicht heiß gemacht; auch die benachbarte Bäuerin lehnte es ab, noch ein paar Holzscheitl im Herd nachzulegen. So wandte ich mich an die nächste Nachbarin, die einen Elektroherd besaß. Dort wurde uns sofort und voller Freundlichkeit und Entgegenkommen unsere Suppe heiß gemacht. Und dann geschah etwas, was sich für mein ganzes Leben bis heute auswirken sollte: Diese freundliche, gefällige Hausfrau, Maria mit Namen, ließ mich durch ihr vierjähriges Töchterl Christiane einladen, in ihrem Haus Nachtquartier zu beziehen. Ihr Haus war zwar mit Evakuierten überbelegt, aber es fand sich noch eine Couch, auf der ich schlafen durfte. Diese Couch war für mich ein "Himmelbett" gegenüber den harten Gaststubenbänken. Nach und nach wurden auch die anderen Flüchtlinge und meine Leute auf Notquartiere verteilt.

Mein "Himmelbett" stand in der Schneiderwerkstatt und musste morgens geräumt sein, bis Lehrbua und Geselle zur Arbeit eintrafen. Ich wohnte 8 Jahre in dem Haus. Als die Evakuierten gegangen waren, durfte ich das Dachkammerl der älteren Tochter Gusti teilen, die das ohne Wenn und Aber akzeptierte. Ihr Vater, der Schneidermeister, zauberte später für mich aus aufgetrennten Uniformen und alten Decken wunderhübsche Trachtenbekleidung, da ich keinerlei Garderobe besaß. Jung war ich und schlank gewachsen, die Moasterin Maria schwärmte, als sie mich im neuen Trachtenkostüm begutachtete: "Wie eine Baroness!" Ihr damals achtjähriger Sohn Karli wurde Schreinermeister, und meine heutige Eigentumswohnung ist durchwegs mit meisterlich geschreinerten Möbeln vom Karli ausgestattet. Ich selbst machte später in München die Meisterprüfung als Töpferin und freue mich heute, wenn ich bei den jungen Familien die eine oder andere Keramik mit meiner "Handschrift" aus den Nachkriegsjahren entdecke. Sie werden sehr gehütet.

Am 2. Mai zogen die Sieger ein. Die amerikanischen Panzer parkten auf der großen Wiese des Wirtes und durchpflügten diese bis auf den letzten Halm. Und weil es eine Straßengabelung war, standen amerikanische Posten Tag und Nacht richtungweisend dort. Wegen der Kälte und Nässe - es hatte tiefen nassen Neuschnee gegeben - unterhielten sie ein ständiges Feuer. Die notwendigen Holzscheitl besorgten sie sich ganz einfach aus der reichlich gefüllten Holzlege der wenig freundlichen Bäuerin. Diese soll ihre Gesinnung gegenüber uns Flüchtlingen später völlig geändert haben, wie mir meine Schwester berichtete. Die "Lektion" hatte offenbar Wirkung.

Um die nachrückenden Soldaten einzuquartieren, mussten alle - Einheimische und Flüchtlinge - die Häuser verlassen und bei Bauern auf Heuböden und Tennen unterschlüpfen. Und nun passierte wieder etwas, das für mein Leben in Bayern prägend sein sollte. Als wir ratlos herumstanden, kam jemand auf eine glorreiche Idee. Einem der hier zuvor stationierten deutschen Flak-Soldaten war es gelungen, sich ein ziemlich schäbiges "Räuberzivil" zu organisieren und so der Kriegsgefangenschaft zu entgehen. Er war Münchner, älterer Jahrgang, und traute sich noch nicht zu seiner Familie heimzukehren, weil überall nach versteckten Soldaten gesucht wurde. "Kinder", sagte er, "wir gehen in die Berge, wer kommt mit?" Außer mir entschlossen sich noch meine jüngere Schwester und die größere Tochter Gusti meiner Hausfrau dazu. Mit uns drei jungen Weibsen zog also dieser passionierte Bergsteiger los Richtung Wendelstein. Die erste Nacht verbrachten wir in einer Berghütte, in der sich einige deutsche Landser versteckt hielten. Sie teilten ihre üppige Verpflegung mit uns. Wir hatten lediglich etwas Brot und eine Stück Speck dabei.

Am nächsten Morgen sehr früh wanderten wir bis auf den Wendelsteingipfel, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Maisonne, blauer Himmel, am Nordhang des Wendelsteins noch Schneereste - Schnee im Mai! Nie zuvor erlebt! - wir bewarfen uns übermütig mit Schneebällen. Auf dem Gipfel standen drei amerikanische Soldaten - Kaugummi kauend - gelangweilt herum, sie würdigten uns keines Blickes und hatten nicht das geringste Interesse an dem schäbig gekleideten grauhaarigen Zivilisten.

Der Ausblick war überwältigend. Die gleißenden Gipfel des Alpenhauptkammes in der Ferne, die grünen Almen zu unseren Füßen - eine neue Welt für mich!! In eine der umliegenden Almhütten, die alle noch geschlossen waren, quartierten wir uns ein - unser Bergführer kannte sich aus. Wir fanden ein paar Vorratsreste an Mehl und Grieß vor; zusammen mit unserem Speck war dies eine Verpflegung für ein paar Tage. Am Abend saßen wir vor der Hütte von Vollmondaufgang bis -untergang. Wir sangen mehrstimmig Volkslieder, Gusti hatte eine Mundharmonika dabei ... . Krieg und Flucht waren - beinahe - vergessen. Am nächsten Morgen erklommen wir den Breitensteingipfel - auf nüchternen Magen - "Bergsteigergesetz", wie wir lernten. Unser Begleiter kannte jeden Berg beim Namen, er verstand es hinreißend zu erzählen (Lehrer von Beruf), wir erfuhren die tollsten Berg- und Hüttenabenteuer, es war unbeschreiblich! Und unter uns lag die Welt so voller Schönheit,  dass ich mir wie verzaubert vorkam. "Alles gehört mir!" Ich fühlte mich so reich wie nie zuvor im Leben und nie danach - und das im Moment, wo ich so arm war wie nie zuvor im Leben und nie danach. Ein unvergessliches Erlebnis!

Als die Vorräte aufgebraucht waren, verließen wir die Hütte, sauberst natürlich - Sepp hinterließ ein "Dankeschön" nebst seiner Adresse und der AV-Mitgliedsnummer. Der Hunger trieb uns ins Tal. Nach drei bis vier Stunden rasteten wir erschöpft unter einem Apfelbaum im Schatten. Nach einer Weile kam eine Frau aus dem Haus, zu dem der Garten gehörte; in den Händen ein Tablett mit vier Tellern dampfender Suppe und einer dicken Scheibe Brot für jeden. Ohne uns lange zu fragen, stellte sie das Tablett auf den Boden zwischen uns und wünschte guten Appetit. Wie ein Engel kam sie uns vor! So gestärkt wanderten wir die restlichen zwei Stunden ins Dorf zurück, wo inzwischen unsere Quartiere wieder frei waren. Man hatte sich schon Sorgen um uns gemacht und uns als vermisst gemeldet.

Ich hatte erfahren, dass es in Rosenheim eine Töpferei gibt. Sie war nicht in Betrieb, der Chef noch nicht aus der Gefangenschaft zurück. Seine Frau interessierte es, dass ich Töpfergesellin war, und versprach mir, mich zu verständigen, sobald die Genehmigung der Besatzungsbehörde vorlag, die Werkstatt wieder in Gang zu bringen. Und sie hielt Wort. Schon wenige Tage später saß ich an der Drehscheibe und begann zu töpfern. Für viel Kundschaft sorgten zunächst die Amerikaner selbst. Ich konnte gar nicht genug Kaffeetassen, Haferl, Schalen, Vasen und so weiter produzieren. Das Brennen besorgte Josef, ein Pole, ehemaliger Gefangener, und allmählich kamen weitere Dreher, der Kurt, auch aus Schlesien, einheimische Mädchen und eine Schlesierin - die meine Freundin wurde - als Malerinnen, schließlich auch der Chef des Hauses. Der war erstaunt und hocherfreut, dass sein Laden florierte.

Heut hab ich Geburtstag. Ich stehe vor Marias Grab auf dem Friedhof in dem oberbayerischen Dorf und halte Zwiesprache: Wie war es doch damals vor 65 Jahren? Du interessierst Dich für meine und meiner Familie Schicksal. Du wolltest wissen, wie wir in Schlesien gelebt haben. Und dann fandest Du heraus, dass wir beide am gleichen Tag Geburtstag haben, dass wir "Zwillinge" sind. Da hattest Du die Idee: Du organisiertest die Zutaten, die zu einem "Schlesischen Himmelreich" gehören - Backobst und Räucherfleisch. Es war nicht viel, das Du ergattern konntest, aber darauf kam es nicht an. Und an unserem Geburtstag durfte ich kochen.

Du stelltest im Garten unter den blühenden Apfelbäumen einen langen Tisch auf, und so feierten wir sieben mit Deiner fünfköpfigen Familie Geburtstag: "Schlesisches Himmelreich unter weißblauem Himmel". Es war wie beim Abendmahl, und nach dem Tischgebet spürten es wohl alle: Er war mitten unter uns.

Ja, liebe Maria, dass Du mich in der Notzeit mit Deiner Zivilcourage so einfach von der Straße aufgelesen hast - gegen die damaligen Vorurteile -, werde ich Dir nie im Leben vergessen. Durch Deine immer gleich bleibende, uneigennützige Freundlichkeit und Nächstenliebe hast Du mir Heimat geschenkt.

Heute ist die damals vierjährige Christiane Mutter und Großmutter einer stattlichen Familie und meine beste Freundin.


"Freundschaft für ein ganzes Leben" von Christiane Axmann

Christiane Axmann weiß noch, wie ihre Mutter die Schlesierin Erika Lipok aufnahm - der Beginn einer lebenslangen Freundschaft

Meine Erinnerung an die Zeit, als die Flüchtlinge in unser Dorf kamen, ich war damals vier Jahre alt, mein Bruder acht, meine Schwester 17, ist etwas lückenhaft, und ich kenne diese Zeit zum Teil nur aus Erzählungen. Aber einige Ereignisse habe ich noch fest in meinem Gedächtnis gespeichert, zum Beispiel die Zeit der Fliegerangriffe. Meine Familie und ich saßen im Keller, der mit dicken Pfählen gestützt war, es befand sich sogar ein Bett für mich im Raum. Eines Tages war der Himmel ganz schwarz vor lauter Flugzeugen, und es hieß, München würde bombardiert. Kurz darauf hörte man ein lautes Getöse, und es kam mir so vor, als würde das ganze Haus zittern. Meine Schwester lag am Boden und weinte vor Angst. Auch in unserer Nähe fielen Bomben und es kamen dabei auch viele Zivilisten ums Leben. Besonders wurde auch die Bahnlinie Rosenheim-Kufstein sowie der Bahnhof selbst in Beschuss genommen. Es lagen auch einige Häuserreihen in Schutt und Asche.

Wir Kinder konnten damals die Tragweite noch nicht erfassen, als man uns erzählte, dass ein riesiger Flüchtlingsstrom in unser Land unterwegs war und diese Leute, die alles Hab und Gut verloren hatten, um Aufnahme ersuchten. Ich erinnere mich noch, dass unser Haus vom Keller bis zum Speicher mit lauter fremden Personen vollgestopft war und ich hatte richtig Angst, was da noch alles kommen sollte. Ich hab es noch schwach in meinem Gedächtnis, als mich meine Mutter zu einer Flüchtlingsgruppe, die in der Nachbarschaft am Straßenrand saß, schickte, mit dem Auftrag, die Frau mit dem blauen Jackerl könnte noch bei uns übernachten. Und ich bin heute noch meiner Mutter dafür dankbar, dass diese Frau in unserer Schneiderstube auf einem alten Kanapee schlafen konnte, denn daraus entwickelte sich eine Freundschaft fürs Leben. Diese junge Schlesierin von 28 Jahren hieß übrigens Erika, war schon eine Kriegerwitwe (nach kurzer Ehe wurde ihr Mann vermisst gemeldet) und hatte am selben Tag Geburtstag wie meine Mutter.

Als die Evakuierten wieder anderweitig untergebracht waren, zog Erika in das Dachgeschoss meiner Schwester. Das Zimmer konnte zwar beheizt werden, Wasserstelle und WC befanden sich aber im Erdgeschoß. Als meine Schwester nach einigen Jahren als Haushaltshilfe in die Schweiz ging, wurde Erika "unsere" Mieterin.

Im Mai 1945, als die Amerikaner einzogen und wir unser Haus kurzfristig verlassen mussten, kamen wir einstweilig in einer gegenüberliegenden Zimmerei unter. Wir Kinder fanden diese Zeit gar nicht so schlecht, denn die Amis hatten immer Süßigkeiten wie Kaugummi, Schokolade und so weiter für uns dabei. Ich durfte sogar einmal mit dem Panzer mitfahren.

Mein Bruder Karl hatte an diese Zeit keine gute Erinnerung. Er wollte nur kurz etwas aus unserem Haus holen, da er etwas vergessen hatte. Ein Soldat erwischte ihn dabei und verjagte ihn mit einem Gewehr im Anschlag. Als wir wieder zurück in unsere Häuser durften, war die Verwüstung groß und die Lebensmittelvorräte aufgebraucht. Nur eine noch lebende verletzte Taube fanden wir im Keller.

Erika fand bald Arbeit als Töpferin in der nahe gelegenen Stadt. In unserer Garage durfte sie sich eine kleine Hobbytöpferei einrichten und ich schaute einige Male zu, wie sie auf der Töpferscheibe die schönsten Vasen, Teller und Schüsseln entstehen ließ und diese wunderbar bemalte. Ich war sehr fasziniert davon und wich nicht von ihrer Seite.

Meine Mutter und Erika verstanden sich wunderbar. Sie konnte sehr spannend erzählen und meine Mutter wartete oft abends, bis Erika von der Arbeit heimkam, und sie saßen dann auf dem noch lauwarmen Küchenofen und erzählten, erzählten ... Ich saß dann auch mal hinter der leicht geöffneten Schlafzimmertür und lauschte den meist tollen Erzählungen. Es war alles in allem eine sehr harte und karge, aber trotzdem auch eine sehr schöne Zeit.

Und dann gab es da noch das Schlesische Himmelreich" in unserem Garten, unter blühenden Obstbäumen, eine schlesische und eine bayerische Familie saßen an einem Tisch, speisten und verstanden sich.

Die Zeit verging und Erika zog in die Stadt, wo sie sich eine kleine Wohnung mietete. Sie hatte inzwischen eine gute Stellung als Sekretärin bekommen und musste nicht mehr hin- und herpendeln. Später bekann dann ich als heranwachsender Teenager das frühere Dachkammerl von Erika und richtete es mir dementsprechend ein.

Unsere Lebenswege führten uns dann in verschiedene Richtungen mit Höhen und Tiefen und wir haben uns trotzdem nie ganz aus den Augen verloren. Erika half mit, meiner Mutter einen Arbeitsplatz zu beschaffen, worüber diese sehr glücklich war, da sie "ihre" Erika wieder sah und sich auch noch etwas dazuverdienen konnte. Als meine inzwischen verheiratete Schwester in der Schweiz einer Tochter das Leben schenkte, war natürlich Erika die Taufpatin. Auch bei meiner Eheschließung 1963 war sie mit ihrem zweiten Mann dabei, und ich durfte sie auch zu meinem 60. Geburtstag begrüßen. Außerdem trafen wir uns zum 70. meines Bruders Karl sowie zu Erikas 85. und 90.

Leider hat uns das Schicksal noch ganz schön zur Brust genommen. Erika verlor ihren lieben Lebensgefährten, mit dem sie in einer sehr harmonischen Partnerschaft lebte. Mein erster Mann verstarb 37-jährig und hinterließ mir drei liebe und wunderbare Kinder, von denen ich bis jetzt fünf süße Enkelkinder mein eigen nennen darf (das sechste ist unterwegs). Auch meine Eltern und Geschwister sowie mein zweiter Mann sind mir schon im Tod vorausgegangen.

Seit einiger Zeit treffen wir zwei ältere Damen - Erika und ich - uns wieder regelmäßig und unternehmen auch mal was miteinander. Ich hoffe, dass mich meine mütterliche Freundin Erika, die mich sehr oft an meine verstorbene Mutter erinnert, noch ein Stück meines Lebensweges begleiten darf.

Zum Schluss noch eine kleine Beschreibung  von Erika:

Sie ist eine sehr liebenswerte und intelligente Person mit vielfältigen Interessen und Begabungen. Sie war jahrelang Büchereileiterin, machte Stadt- und Kirchenführungen und führte durch kulturelle Ausstellungen; außerdem gab sie sehr lange Buchbewertungen ab. Sie kann auch wunderbar malen und Gedichte verfassen; sie war und ist ein richtiger Tausendsassa. Durch ihre freundliche und lebensbejahende Art hat sie sich einen großen Freundeskreis geschaffen, mit dem sie bis heute noch sehr gerne kommuniziert. Meine Kinder, Schwieger- und Enkelkinder einschließlich meiner Person sind alle begeistert von Erika.

Die Mutter von Christiane Axmann, die Erika Lipok aufnahm, mit ihren Kindern Christiane und Karli
Erika Lipok an der Töpferscheibe
Erika Lipok wohnte jahrelang in der Dachkammer ihrer Wohltäterin
Bis heute in Freundschaft verbunden: Christiane Axmann (li.), Erika Lipok