
Am 5. Mai 1929 weihte Joseph Damian Schmitt, Bischof von Fulda, in Frankfurt-Bockenheim die von der damaligen KDFB-Präsidentin und Politikerin Hedwig Dransfeld initiierte Frauenfriedenskirche ein. Seitdem ist sie Mahnmal und Gedenkstätte für die Toten des Krieges und Symbol für den Frieden.
Hedwig Dransfeld hatte mitten im Ersten Weltkrieg die Idee von einer Wallfahrtskirche. Zielstrebig verfolgt sie ihre Vision einer Frauen-Friedens-Kirche und ist sehr froh darüber, dass 18 katholische Frauenorganisationen den Bau tragen und fördern. Kurz vor ihrem Tod 1925 schreibt sie: "Wir müssen der gefallenen deutschen Helden im Gebete gedenken. Wir wollen für den Frieden inständig bitten, ohne Unterlass. Im Geiste sehe ich die Kirche vollendet, eine Wallfahrtskirche, zu der Tausende und Tausende strömen, um anzubeten, zu danken und zu opfern?"
Vor bald 50 Jahren, am 5. Mai 1959, kamen über 3000 Frauen aus ganz Deutschland zu einem großen Gebetstag in die Frauenfriedenskirche. Marianne Dirks, die Präsidentin der katholischen Frauen- und Müttergemeinschaften, und Helene Weber, eine der Stifterinnen, bezeichneten die Kirche als das größte Werk der katholischen Frauen, das mahnend und wegweisend seinen Sinn auch für zukünftige Generationen behalte.
Am 16. Mai 2009 fand wieder eine Frauenfriedenswallfahrt statt. Im Mittelpunkt der Gebete und des Austausches standen die Schöpfung und die Verwurzelung im Frieden. Die Worte Jesu "Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch" sollten dabei Ermutigung, Hoffnung und zugleich Aufforderung sein, heute so in und mit der Schöpfung zu leben, dass die Erde - und mit ihr alle Lebewesen - weiterhin Bestand hat.
Nähere Informationen zur Frauenfriedenswallfahrt gibt es unter www.frauenbund.de