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Ellen-Ammann-Preis

München, 26.02.2021

Ellen Ammann war eine mutige, facettenreiche Frau, die ihre Visionen Wirklichkeit werden ließ. Am 1. Juli 2020 hätte die gebürtige Schwedin ihren 150. Geburtstag feiern können. Ihr Erbe, ein großes Netzwerk von Einrichtungen und Organisationen, ist bis heute lebendig. Ihrem Vorbild folgen viele Frauen nach, die sich für soziale, wirtschaftliche und politische Gleichberechtigung von Frauen einsetzen.

Um an das beeindruckende Lebenswerk von Ellen Ammann zu erinnern, vergibt der KDFB Landesverband Bayern seit 2013 alle zwei Jahre den Ellen-Ammann-Preis.

Es geht bei dem Preis nicht um die Lebensleistung einer Bewerberin, sondern um ein innovatives und außergewöhnliches Projekt zugunsten von Frauen.

Weitere Informationen zur Verleihung des Ellen-Ammann-Preises am 1. Juli 2021

Ellen Ammann - Die Namensgeberin

Ellen Ammann (1870 – 1932) war nicht nur Ehefrau und berufstätige Mutter von sechs Kindern. Sie war außerdem eine Wegbereiterin der modernen Sozialarbeit, eine frühe Vertreterin der Gleichberechtigung, kirchliche Aktivistin und als Politikerin eine der ersten Frauen im bayerischen Landtag. Viele Organisationen und Einrichtungen, wie zum Beispiel der Katholische Deutsche Frauenbund, In Via, die Katholische Stiftungshochschule, die Katholische Bahnhofsmission oder das Säkularinstitut Ancillae Sanctae Ecclesiae wurden von Ellen Ammann initiiert und fühlen sich ihrer Gründerin bis heute verbunden.

Das Profil des Preises

Für den Ellen-Ammann-Preis – Frauen überschreiten Grenzen empfehlen sich Frauen, die in Bayern oder der Diözese Speyer leben oder wirken und die mit ihrem Engagement Grenzen überschritten und neue Wege eröffnet haben – im gesellschaftlichen, politischen oder kirchlichen Raum, in ehrenamtlicher oder hauptberuflicher Funktion. Mit dem Engagement sollen neue Wege für die Verbesserung der Lebensumstände von Frauen eröffnet werden.

Der KDFB Landesverband will mit dem Preis den Initiativ-Charakter des Engagements der Bewerberin auszeichnen. Der Frauenbund legt Wert darauf, durch den Preis deutlich zu machen, dass diese Engagements stets einen gesellschaftskritischen Charakter besitzen.

  • Welche Frauen können vorgeschlagen werden?

    Preisträgerin könnte beispielsweise sein:

    • die beharrliche Bürgerin, die einem für gut erachteten, aber von den kommunalen Gremien als nicht vorrangig eingestuften Projekt für Mädchen zur Verwirklichung verhalf.
    • die Politikerin, die mit einer Gesetzesinitiative für neue Wege auf dem Weg der Frauenförderung gesorgt hat.
    • die Sozialarbeiterin, die dafür gesorgt hat, dass im Stadtviertel ein Projekt des Gebens und Nehmens zwischen den Generationen verwirklicht werden konnte.
    • die Unternehmerin, die für innovatives lebensereignisorientiertes Personalmanagement gesorgt und damit zur Verwirklichung der Geschlechtergerechtigkeit beigetragen hat.
    • die Zuwanderin, die aus eigener Betroffenheit ein Integrationsprojekt initiiert hat, das wesentlich zu Toleranz beiträgt, weil es dem Anders-Sein einen hohen Wert beimisst.
    • die engagierte KDFB-Frau, die ihre Idee der religionsverbindenden Aktion in ihrem Zweigverein in die Tat umsetzte.

    Eine wiederholte Bewerbung mit dem gleichen Engagement ist nicht möglich. Lebenswerk-orientierte Auszeichnungen sind nicht vorgesehen.

  • Wer kann Frauen für den Preis vorschlagen?

    Das Vorschlagsrecht für den Ellen-Ammann-Preis liegt bei:

    • den Abgeordneten des Bayerischen Landtages und die Landtagsabgeordneten aus dem Gebiet des KDFB-Diözesanverbandes Speyer, die folgenden Parteien angehören: Bündnis 90 / Die Grünen, CSU, FDP, Freie Wähler, SPD
    • den Abgeordneten des Deutschen Bundestags aus Bayern und die Bundestagsabgeordneten aus dem Gebiet des KDFB-Diözesanverbandes Speyer, die folgenden Parteien angehören: Bündnis 90 / Die Grünen, CSU, FDP, SPD
    • den Abgeordneten des Europäischen Parlaments aus Bayern und die Europaabgeordneten aus dem Gebiet des KDFB-Diözesanverbandes Speyer, die folgenden Parteien angehören: Bündnis 90 / Die Grünen, CSU, FDP, SPD
    • allen Mitgliedern der Vorstandschaften der Diözesanverbände des Bayerischen Landesverbandes des KDFB
    • den Bezirksleiterinnen/Dekanatsvorsitzenden im Gebiet des Bayerischen Landesverbandes des KDFB
    • den Vorsitzenden der Mitgliedsverbände der AG Katholischer Frauen Bayerns
    • den Vorsitzenden der Mitgliedsverbände des Bayerischen Landesfrauenrats
    • den Mitgliedern der Landesarbeitsgemeinschaft der bayerischen Gleichstellungsstellen
    • den Gleichstellungsbeauftragten der evangelisch-lutherischen Landeskirche
    • den Vorsitzenden der Spitzenverbände und Organisationen in Bayern (Gemeindetag, Städtetag, Landkreistag, Bezirketag, vbw, IHK, Handwerkskammer, Freie Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern)
    • den Frauenbeauftragten der Bayerischen Universitäten und Hochschulen
    • den Vorsitzenden der Katholischen Hochschulgemeinden in Bayern
    • den Mitgliedern der Vorstandschaften der Werke und Organisationen, die von Ellen Ammann gegründet wurden beziehungsweise auf sie zurückgehen (Landfrauenvereinigung des KDFB, VerbraucherService Bayern im KDFB, Familienpflegewerk des KDFB, IN VIA, Katholische Stiftungshochschule – Kuratorium und Leitung, Bahnhofsmission München)
    • den Dekanatsräten der bayerischen Diözesen
    • den Mitgliedern des Landeskomitees der Katholiken
    • den Leiterinnen der Frauenseelsorge der Ordinariate
    • den Vorstandsmitgliedern des Säkularinstituts Ancillae Sanctae Ecclesiae
    • den Mitgliedern des KDFB-Landesvorstandes
    • den früheren Preisträgerinnen und weiteren Einzelpersönlichkeiten
  • Wer sitzt in der Jury?

    Die Vorschläge werden von einem Gutachterinnenkreis und nach festgelegten Kriterien bewertet und von den Mitgliedern der Jury beraten. Insgesamt werden von der Jury fünf Preisträgerinnen, davon eine Hauptpreisträgerin, ausgewählt. Alle Jury-Mitglieder sind hinsichtlich der Gewichtung ihrer Stimme gleich.

    Die Jury wird vom Vorstand des KDFB Landesverband Bayern berufen. Als Jury-Mitglieder sind eingeladen:

    • die Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
    • die frauen-/gleichstellungspolitischen Sprecherinnen folgender im Landtag vertretenen Parteien: Bündnis 90 / Die Grünen, CSU, FDP, Freie Wähler, SPD
    • die Vorsitzende des Bayerischen Landesfrauenrates
    • die Vorsitzende der AG Katholischer Frauenverbände
    • die Frauenbeauftragte des DGB Bayern
    • die Leiterin des Programmbereiches Kultur, Bayerisches Fernsehen
    • die Leiterin der Redaktion Gesellschaft und Familie, Bayerischer Rundfunk
    • die Leiterin der Redaktion Bayern des Münchner Merkur
    • die Schirmherrin des Ellen-Ammann-Preises
    • die Vorsitzende des KDFB Landesverband Bayern
    • die Vorsitzende des Säkularinstitutes Ancillae Sanctae Ecclesiae

Die Auszeichnung

Platz 1 ist mit 2.000 Euro dotiert. Zusätzlich erhält die erste Preisträgerin die Ellen-Ammann-Kamee, ein Schmuckstück, das speziell für diesen Anlass entworfen wurde. Die Plätze 2 und 3 erhalten 1.000 bzw. 800 Euro. Platz 4 und 5 können sich über 500 bzw. 300 Euro freuen.

Kontakt

Katholischer Deutscher Frauenbund – Landesverband Bayern
Büro des Ellen-Ammann-Preises
Schraudolphstraße 1
80799 München
Telefon: 089 / 28 623-6
E-Mail: info@ellen-ammann-preis.de

Der Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern ist mit 160.000 Mitgliedern der größte Frauenverband des Freistaats. Gegründet 1911 von Ellen Ammann, setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
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