Altersarmut! Selbst schuld?
Am 8. März – dem Weltfrauentag – finden in Bayern Kommunalwahlen statt. Aus diesem Anlass räumt das Bündnis „Gegen Altersarmut von Frauen, insbesondere in Bayern“ mit vier hartnäckigen Mythen auf.
Gerade Frauen in Bayern sind überdurchschnittlich häufig von Altersarmut bedroht. Mythen wie „Das betrifft doch nur wenige“ oder „Wer gearbeitet hat, ist abgesichert“ verschleiern die Realität: Niedrige Löhne, Teilzeitarbeit, Minijobs und unterbrochene Erwerbsbiografien führen selbst nach vielen Versicherungsjahren zu Renten, die kaum zum Leben reichen. 2023 lag der durchschnittliche Rentenzahlbetrag (Netto) für Frauen in Bayern bei etwa 869 Euro – acht Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Männer erhielten mit circa 1.400 Euro deutlich mehr.
Besonders betroffene Gruppen
Ein besonders hohes Risiko für Altersarmut tragen Alleinerziehende, Pflegekräfte und Minijobberinnen. Trotz jahrzehntelanger Arbeit erhalten Frauen im Schnitt deutlich weniger Rente als Männer. Altersarmut ist deshalb auch eine Frage von Geschlechtergerechtigkeit – und sie beginnt nicht erst im Rentenalter.
Kommunale Verantwortung
Mit Blick auf die Kommunalwahlen wird deutlich: Rente und soziale Absicherung sind auch kommunale Themen. Es ist Zeit, veraltete Mythen zu hinterfragen und politische Verantwortung zu übernehmen, um Altersarmut wirksam zu bekämpfen.
Social-Media-Kampagne
Der KDFB Landesverband Bayern ist seit 2017 Mitglied im Bündnis „Gegen Altersarmut von Frauen, insbesondere in Bayern“ und wird sich ab Ende Januar 2026 auf seinem Instagram- und Facebook-Kanal an der Social-Media-Kampagne des Bündnisses beteiligen: https://buendnis-altersarmut.bayern/.
Redaktion: Gerlinde Wosgien
