Das „K“ gehört dazu: KDFB Bayern bekennt sich zu seinem katholischen Profil
München. 17.08.2025. Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) Bayern stärkt sein katholisches Profil und will Kirche aktiv und gleichberechtigt mitgestalten. Das zeigt eine Mitgliederumfrage mit dem Titel „Was macht den KDFB katholisch?“, die der Landesverband durchgeführt hat.
78 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen betonen, dass die Kirche vor Ort eine wichtige Rolle in ihrem Alltag spiele. Zwei Drittel nehmen regelmäßig an Gottesdiensten und pfarrlichen Angeboten teil. Zugleich erklären 85 Prozent, dass solche liturgischen Angebote nicht ausschlaggebend dafür seien, was für sie persönlich „katholisch“ bedeute. 53 Prozent der Befragten trennen ihren Glauben von der Kirche.
Gelebte Gemeinschaft statt Institution
„Das zeigt, dass Frauenbundfrauen stark in ihren Pfarrgemeinden verankert sind, Verantwortung übernehmen und aktiv mitgestalten“, betont Monsignore Rainer Boeck, Geistlicher Beirat im Landesvorstand. „Für viele unserer Mitglieder steht der Namensbestandteil ‚katholisch‘ nicht zuerst für eine Institution, sondern für gelebte Gemeinschaft und geteilte Werte.“
Klarer Auftrag: Reformen statt Austritte
In der Umfrage wird auch der Wunsch nach Erneuerung in der Kirche sehr deutlich: 97 Prozent wollen Reformen, beispielsweise mehr Geschlechtergerechtigkeit und strukturelle Veränderungen. „Unsere Frauen wenden sich nicht ab – sie wollen eine Kirche auf Augenhöhe“, so Tanja Pichlmeier, stellvertretende Landesvorsitzende. Frauenbundfrauen entscheiden sich für „auftreten statt austreten“ – entgegen dem Trend steigender Kirchenaustritte.
KDFB als Vorreiter für modernes Katholischsein
Die Ergebnisse unterstreichen eine zugleich enge und selbstbewusste Bindung der Mitglieder an die Kirche. Was „katholisch“ bedeutet, muss sich wandeln dürfen und zu den Gläubigen passen. „Der KDFB kann als größter katholischer Frauenverband in Bayern hier Vorreiter sein und öffentlich sichtbar machen, wie man katholisch lebt – offen, kreativ, dialogorientiert und inklusiv“, erklärt Tanja Pichlmeier.
Redaktion: Gerlinde Wosgien
