KDFB

Ehrenamt in turbulenten Zeiten

KDFB-Landesvorsitzende Elfriede Schießleder (Mitte) bei der Podiumsdiskussion "Ehrenamt in turbulenten Zeiten" bei der Landtagsfraktion der Freien Wähler im Maximilianeum; umrahmt wird sie von Hans-Jürgen Fahn (re.) und Thomas Röbke (li.)

Am 17.11.2017 war KDFB-Landesvorsitzende Elfriede Schießleder als Podiumsteilnehmerin beim Parlamentarischen Abend der Freie-Wähler-Fraktion im Bayerischen Landtag zum Thema „Ehrenamt in turbulenten Zeiten – Chancen und Hürden für das ehrenamtliche Engagement“ geladen.

Wie stellen wir das Ehrenamt in Bayern mit seinen fast vier Millionen Engagierten für die Zukunft auf sichere Beine? Über diese Frage diskutierte Elfriede Schießleder mit Thomas Röbke vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und Martin Holzner vom Bayerischen Jugendring. Moderiert wurde die Runde von MdL Hans-Jürgen Fahn.

Warnung vor Zwei-Klassen-Ehrenamt

Für Elfriede Schießleder ist die Wertschätzung und Förderung des Ehrenamtes seit vielen Jahren ein Herzensanliegen. Im Laufe der Podiumsdiskussion machte sei deutlich, dass gute Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement unabdingbar seien: „Wir brauchen dringend eine steuerliche Angleichung der Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale. Es darf kein Zwei-Klassen-Ehrenamt geben."

Forderung nach gesetzlich garantierter Freistellung für Weiterbildung

Außerdem forderte Schießleder von der Politik eine gesetzlich garantierte Freistellung für all diejenigen, die sich für ihre ehrenamtliche Tätigkeit qualifizieren und weiterbilden wollen: "Im öffentlichen Dienst und in der Jugendarbeit haben wir diese Regelung bereits. Im Moment wird sie für die Seniorenarbeit gefordert. Warum vergessen wir die Frauen, auf denen doch der Hauptanteil des sozialen Ehrenamtes liegt?"

Runder Tisch Bürgerschaftliches Engagement muss sich weiterentwickeln

Alle Beteiligten der Podiumsdiskussion waren sich einig, dass der Runde Tisch Bürgerschaftliches Engagement eine wichtige Plattform für die gegenseitige Vernetzung und den gemeinsamen Austausch sei. Aber auch diese Institution müsse sich weiterentwickeln, um arbeitsfähig zu bleiben, so Fahn. Er schlug vor, den Runden Tisch als eigenständigen parlamentarischen Ausschuss einzurichten, wie dies auch im Deutschen Bundestag mit dem „Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement“ der Fall ist.  

In der zweiten Podiumsrunde des Parlamentarischen Abends diskutieren ehrenamtlich Engagierte mit dem Landtagsabgeordneten Florian Streibl über Chancen, Grenzen und Hürden in der bayerischen Integrations- und Flüchtlingsarbeit.

Zum Video der Veranstaltung: http://bit.ly/2mPqAR1

Redaktion: Alexandra Schiel / Gerlinde Wosgien