KDFB
13.06.2018

Film über Ellen-Ammann-Preisträgerin

Fadumo Korn (Mitte) freut sich über den Ellen-Ammann-Preis 2017; mit ihr freuen sich Margarete Bause (li.) und KDFB-Landesvorsitzende Elfriede Schießleder; Foto: Walter Korn

Weibliche Genitalverstümmelung gilt weltweit als schwere Menschenrechtsverletzung. In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 50.000 Betroffene. Fadumo Korn ist eine der wenigen Frauen, die offen darüber spricht. Die gebürtige Somalierin lebt seit über 40 Jahren in Deutschland und versucht hier, anderen Betroffenen zu helfen. Ist es überhaupt möglich, die Verletzung und das Trauma einer Genitalverstümmlung zu überwinden?

Dieser Frage geht der Film "Re: Grausames Ritual - Beschnittene Mädchen suchen Hilfe in Deutschland" nach, der am 12. Juni 2018 bei Arte gesendet wurde.

Fadumo Korn wurde im Juli 2017 für ihr herausragendes Engagement mit dem Ellen-Ammann-Preis des KDFB Landesverbandes ausgezeichnet. In der Münchner Mädchengruppe des von ihr gegründeten Vereins "Nala - Bildung statt Beschneidung" kommen zwei- bis dreimal im Monat minderjährige, unbegleitete Flüchtlingsmädchen aus Afrika, Asien und Arabien zusammen. "Fast in jeder Stunde sprechen wir auch über die genitale Verstümmelung", so Korn. Die Mädchen aus Afrika sind alle beschnitten, und sie leiden an den Folgen. Was Beschneidung bedeutet, hat sie selbst erfahren und kämpft deshalb seit Jahrzehnten für die Abschaffung dieses blutigen Brauches. 

Wer den Film "Re: Grausames Ritual - Beschnittene Mädchen suchen Hilfe in Deutschland" verpasst hat, kann ihn hier noch einmal sehen.

Redaktion: Gerlinde Wosgien