KDFB

Sehnsüchtig auf die Enkelkinder warten – Besuch bald möglich

KDFB-Landesvorsitzende Emilia Müller hat während der Corona-Krise auch die Bedürfnisse von älteren Menschen im Blick; Foto: Bardehle

München, 05.05.2020 – Die Politik hat über allgemeine Lockerungen im Kontakt von Menschen entschieden. Der Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern tritt besonders für ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und deren Angehörige ein. Er begrüßt die öffnenden Regelungen. „Denn Heimbewohner und Angehörige brauchen für ihre psychische Gesundheit endlich wieder persönliche Begegnungen“, so KDFB Bayern-Vorsitzende Emilia Müller.

Der Pflegeerfolg hängt auch von der Präsenz von Bezugspersonen wie etwa Angehörigen ab. Die Isolation von Pflegebedürftige in Heimen wird nun leicht gelockert. „Das ist gut, denn die Vereinsamung muss aufhören“, fordert Müller. Gerade gemeinnützige Träger könnten sich hier zu Vorreitern entwickeln, an vielen Orten gibt es bereits kreative Lösungen, die Begegnungen ermöglichen wie beispielsweise Besuchsfenster, die den Mindestabstand zwischen Personen gewährleisten, Heimbewohnern und Angehörigen aber wenigstens einen Kontakt erlauben.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Öffnung von Pflegeeinrichtungen ist aber die Behebung des eklatanten Mangels an Schutzkleidung. Neben den Pflegekräften sind sonst auch Angehörige und die Besuchsdienste der Frauenbund-Frauen der Gefahr einer Infektion ausgesetzt. Dabei stabilisieren diese Personengruppen das System der Pflege und Betreuung, geben seit jeher ein Zeichen von Solidarität und entlasten die professionellen Kräfte.

Auch in der ambulanten Pflege sowie der Tagespflege herrscht häufig Mangel an Schutzkleidung: „Es kann nicht sein, dass Besuchstermine von Pflegebedürftigen aus Angst vor Infektionen abgesagt werden, dies bedeutet eine zusätzliche Belastung für Angehörige, die deshalb die Pflege übernehmen müssen. Für die Zukunft muss aus der jetzigen Mangelsituation gelernt und besser vorgesorgt werden“, fordert Müller.

Der Katholische Deutsche Frauenbund Bayern ist mit 165.000 Mitgliedern der größte Frauenverband des Freistaats. Gegründet 1911 von Ellen Ammann, setzt er sich aufbauend auf dem Fundament des christlichen Glaubens in vielfältigen Aktivitäten für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein. Zum Landesverband Bayern gehören außerdem das Bildungswerk, der Verbraucherservice, das Familienpflegewerk und die Landfrauenvereinigung.

Redaktion: Ulrike Müller-Münch