KDFB
07.06.2018

Theodora - ein Ort für gute Perspektiven

Freuen sich über den gelungenen Umbau (von links): Annette Scherr-Fehrmann, stellvertretende Schulleiterin der Katholischen Fachakademie für Sozialpädagogik, Ulrich Pointner, Leiter des Sozialpädagogisch Betreuten Wohnens der Katholischen Jugendfürsorge, KDFB-Landesvorsitzende Elfriede Schießleder, Architekt Matthias Kruppa, stellvertretende Landesvorsitzende des KDFB Monika Arzberger und Iris Jurinka, Leiterin des Wohn- und Integrationsprojekts in der Theodolindenstraße. Foto: KDFB/Gras

München, 07.06.2018 – Der Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern (KDFB) hat sein ehemaliges Schulwohnheim an der Theodolindenstraße in München umgebaut. Am 6. Juni 2018 wurde der den aktuellen Anforderungen eines Trägers der Jugendfürsorge angepasste Neu- und Umbau offiziell eingeweiht. Dem Frauenbund sei wichtig gewesen, dass die Vermietung dem gesellschaftlichen Auftrag des Verbandes entspreche, so Projektleiterin und stellvertretende Landesvorsitzende, Monika Arzberger. Der KDFB schafft unter dem Namen Theodora –Ort für gute Perspektiven die Kombination von Bildung und Fürsorge.

„Taten statt Worte – das beweist der KDFB als Frauenverband immer wieder neu. Diesmal mit dieser Nutzung unseres Hauses,“ betonte die KDFB-Landesvorsitzende Elfriede Schießleder beim Festakt. Sie erinnerte an den Werdegang des Projektes: Das Interesse am Wohnheim ließ seit der Jahrtausendwende stark nach. Wohnraum aber ist in München stets knapp und wird gerade für Geflüchtete seit einigen Jahren enorm gesucht. So entstand beim Frauenbund vor zwei Jahren die Idee, das Heim für Wohngruppen mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu nutzen. Der damalige Mieter, die Stiftung Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern, stimmte sofort zu. Allerdings war von Anfang an klar, dass der KDFB die Wohnsituation schaffen, nicht aber Träger von Wohngruppen sein konnte. Das ist nun die Katholische Jugendfürsorge – SBW Flexible Hilfen als Mieter und Projektträger.

„Die Kombination von Akademie für künftige Erzieherinnen und Wohnheim für junge - zum Teil - geflüchtete Menschen begeisterte von Beginn an,“ erinnerte sich Arzberger. Für alle Beteiligten war die Bauphase eine große Herausforderung. Bei laufendem Schulbetrieb in der katholischen Fachakademie für Sozialpädagogik erfolgte ein komplexer Umbau. Dazu kam die Dringlichkeit, schnell Unterbringungsmöglichkeiten für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu schaffen. Dies gelang durch gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz aller Beteiligten. „Nicht alle ehrgeizigen Zeitpläne konnten eingehalten werden, aber wir können mit Stolz berichten, dass wir im Rahmen des gesetzten Budgets geblieben sind,“ stellte Arzberger fest und fügte hinzu: „Das ist für den KDFB ein wichtiger Erfolg im verantwortlichen Umgang mit Mitgliedsbeiträgen.“

Ohne die Möglichkeiten einen Erweiterungsbau zu errichten, hätten die strengen Auflagen für die Unterbringung und Betreuung von jungen Menschen nicht erfüllt werden können. Mit dem neuen Treppenhaus und dem Anbau der Gemeinschaftsräume wurde eine harmonische Ergänzung geschaffen. „Dem Architekten Matthias Kruppa ist es gelungen, dem Anliegen architektonisch Ausdruck zu verleihen: Junge Menschen sind willkommen und finden hier Räume für die Weiterentwicklung,“ so Arzberger.

„Theodora - Geschenk Gottes ‑ dieses Bild steht zum einen für das, was uns in unserem Engagement bewegt. Zum anderen bringt es zum Ausdruck, was dieser Ort ist: ein Geschenk für alle, die dort wirken und Heimat finden“, darauf wies Schießleder hin. „Theodora, ein weiblicher Begriff, der auch den Straßennamen der KDFB-Immobilie aufgreift.“

Der Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern ist ein unabhängiger Frauenverband und mit 165.000 Mitgliedern der größte Frauenverband Bayerns. Seit der Gründung 1911 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

Redaktion: Ulrike Müller-Münch