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Ellen Ammann - die Namensgeberin des Preises

Ellen Ammann (1870 - 1932)

Ellen Ammann (* 01.07.1870 in Stockholm -  23.11.1932 in München) hat in ihrem Leben immer wieder bestehende Normen überschritten und ist an unterschiedlichen Stellen ihrer Biographie weit über das Frauenbild ihrer Zeit hinausgegangen. Sie hat neue Aktionsräume für Frauen geschaffen, sowohl im gesellschaftlichen als auch im kirchlichen Bereich. Kreativität im Denken und Klugheit im Handeln zeichneten Ellen Ammann aus. So gelang es ihr immer wieder und an unterschiedlichsten Stellen, Räume zur Selbstentfaltung der Frauen sowohl im spirituellen wie im gesellschaftlichen Bereich zu öffnen. Bis heute wirkt sie damit als Vorbild. Durch die von ihr gegründeten Organisationen trägt sie zum Empowerment von Frauen bei. 

Frühe Vertreterin der Idee von Gleichberechtigung

Ellen Ammann war eine frühe Vertreterin der Idee von Gleichberechtigung, die die Unterschiedlichkeit der Geschlechter anerkennt.  Außerdem zeigte Ellen Ammann ein für Frauen in der damaligen Zeit hohes politisches Engagement und wurde 1919 in den bayerischen Landtag gewählt. Sie war eine der ersten weiblichen bayerischen Landtagsabgeordneten.  

Ellen Ammann folgte ihrer inneren Überzeugung

Ellen Ammann hat sich selbstbewusst und emanzipiert orientiert an ihren inneren, spirituellen Herausforderungen. Sie ist stets ihren inneren Überzeugungen gefolgt und hat mit der Gründung der Vereinigung katholischer Diakoninnen einen Weg jenseits der bestehenden Grenzen beschritten. Die tradierten, patriarchalen und auf Männer fokussierten Strukturen der Kirche waren nach ihren Erfahrungen in Kirche und Gesellschaft für Frauen nicht mehr ausreichend. Das galt sowohl für die Glaubens-Bedürfnisse und Aufgaben in der Gemeinschaft der Gläubigen als auch für die gesellschaftlichen Herausforderungen, denen sich Christinnen stellen wollten. 

Gründerin von mehreren Organisationen

Ellen Ammann gründete mehrere Organisationen, deren Hauptanliegen es war, die jeweils aktuellen, sich aus den gesellschaftlichen Verhältnissen ergebenden Aufgaben anzunehmen und zu erfüllen – auf der Grundlage des christlichen Werteverständnisses und Menschenbildes. Die von ihr geschaffenen Organisationen trugen maßgeblich dazu bei, Frauen zu ermutigen und zu ermächtigen, ihre Selbstbestimmtheit wahrzunehmen und zu leben. 

Kritisierte bestehende Verhältnisse

Ellen Ammanns Wirken war davon geprägt, sich nicht begrenzen oder beirren zu lassen und Ziele beharrlich zu verfolgen. Sie hat sensibel und realistisch wahrgenommen, wie Frauen leben. Mit ihrer Bildungsarbeit und ihrem politischen Engagement übte sie Kritik an bestehenden Verhältnissen. Ihr Ziel war, Rahmenbedingungen so zu verändern, dass erfülltes Frauenleben möglich ist. 

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