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Franz-Eser-Medaille für Elfriede Schießleder

München, 17.11.2025

Für ihren herausragenden Einsatz für Frauen in Kirche und Gesellschaft hat das Landeskomitee der Katholiken in Bayern Elfriede Schießleder mit der Franz-Eser-Medaille ausgezeichnet. Der Katholische Deutsche Frauenbund Bayern gratuliert seiner langjährigen Landesvorsitzenden herzlich zu dieser höchsten Ehrung für katholische Lai*innen in Bayern. Die Auszeichnung richtet sich an Personen, die sich in besonderer Weise um das Laienapostolat in der katholischen Kirche verdient gemacht haben.

In der Preisbegründung würdigt das Landeskomitee Schießleders „wichtigen Beitrag dafür, dass katholische Verbände in gesellschaftspolitischen Fragen als kompetente Gesprächspartner gehört und anerkannt sind“. Sie habe sich „in den vergangenen Jahrzehnten wie kaum eine andere für die Gleichberechtigung und die Förderung von Frauen in allen Gesellschaftsbereichen und in der Kirche eingesetzt“.

Die promovierte Pastoraltheologin habe „den Wandel des Ehrenamts, die Bedeutung der Verbände für Kirche und Gesellschaft und den Einsatz für frauenpolitische Themen stets zusammengedacht“. Insbesondere durch ihren Einsatz für Frauen stehe Schießleder „in würdiger Nachfolge von Ellen Ammann, einer der ersten Frauen im Bayerischen Landtag und Gründerin zahlreicher katholischer Initiativen“.

Jahrzehntelanges Engagement für Kirche und Gesellschaft

Elfriede Schießleder gehörte von 2004 bis 2018 dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) an und war vier Wahlperioden lang, von 2009 bis 2025, stellvertretende Vorsitzende und Mitglied des Präsidiums im Landeskomitee der Katholiken in Bayern.

In ihrer verbandlichen Heimat, dem Katholischen Deutschen Frauenbund, prägte sie die Verbandsarbeit auf allen Ebenen: Von 1990 bis 2007 war sie stellvertretende Diözesanvorsitzende im Bistum Passau, von 2003 bis 2018 wirkte sie auf Bundesebene als Vizepräsidentin. Im KDFB Bayern war sie zunächst von 2006 bis 2010 stellvertretende Landesvorsitzende und anschließend von 2010 bis 2018 Landesvorsitzende.

Für ihr herausragendes Engagement wurde Elfriede Schießleder bereits mehrfach ausgezeichnet: 2015 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 2018 mit dem Bayerischen Verdienstorden.

Die Franz-Eser-Medaille

Die Auszeichnung erinnert an Franz Eser (1916-2002), Mitbegründer der Katholischen Aktion in Bayern, der Vorläuferorganisation des Landeskomitees. Der Physiker, der sich Grenzfragen zwischen Naturwissenschaften und Theologie widmete, war maßgeblich an der Gründung der Katholischen Akademie in Bayern im Jahr 1957 beteiligt. Auf sein Bestreben geht auch die Gründung der Zeitschrift „Die lebendige Zelle“ (heute „Gemeinde creativ“) im Jahr 1958 zurück. Seit 2006 wurden mit der Franz-Eser-Medaille unter anderem Barbara Stamm und Alois Glück ausgezeichnet.

Der KDFB Bayern dankt Elfriede Schießleder für ihr jahrzehntelanges unermüdliches Engagement im KDFB und für ihre wegweisende Arbeit für Frauen in Kirche und Gesellschaft.

Redaktion: Landeskomitee der Katholiken / KDFB Bayern

Der Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern ist mit 119.000 Mitgliedern der größte Frauenverband des Freistaats. Gegründet 1911 von Ellen Ammann, setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
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