PRESSE
Den gemeinsamen Online-Servicebereich für Führungskräfte "Mein KDFB intern" von KDFB Landesverband Bayern und KDFB Bundesverband finden Sie auf frauenbund.de.

Menü

Herzkissen machen einen Unterschied – Herzkissencafé in München

30.03.2026

Am 25. März 2026 lud das Rotkreuzklinikum München Näherinnen und Unterstützerinnen der Herzkissenaktion zu einem Treffen ein.

Organisiert wurde das Treffen von Irmgard Burger, Rotkreuzschwester und Initiatorin der KDFB-Herzkissenaktion. Bei dem Treffen ging es nicht nur um den Erfahrungsaustausch der Näherinnen, sondern auch um ein Zeichen der Wertschätzung für ihre wertvolle ehrenamtliche Arbeit. Die Herzkissen werden mit viel Zeit, Liebe und Sorgfalt angefertigt.

Der Bedarf an Herzkissen ist leider nach wie vor sehr groß; alleine im Rotkreuzklinikum werden jährlich etwa 1.200 bis 1.400 Herzkissen für Brustkrebspatientinnen benötigt. Seit 2018 nähen KDFB-Frauen für die Rotkreuzklinik Herzkissen.

Deutlich wurde bei dem Treffen, dass Herzkissen bei einer Brustkrebserkrankung einen Unterschied machen. Sie spenden Trost und zeigen Mitgefühl, Wärme, Nähe und Hoffnung in Momenten der Überforderung. Inzwischen nähen KDFB-Frauen nicht nur Herzkissen, sondern auch Portkissen, Aromataschen, kleine Herzkissen für Kinder von Brustkrebspatientinnen etc.

Die kommissarische KDFB-Landesvorsitzende Tanja Pichlmeier bedankte sich bei den Näherinnen und bei Irmgard Burger für ihr außergewöhnliches Engagement. Sie versicherte, dass der KDFB Bayern die Herzkissenaktion auch in Zukunft mit Überzeugung unterstützen werde, damit möglichst viele betroffene Frauen ein Herzkissen in den Händen halten könnten: „Unser Wunsch und unsere Hoffnung ist es, dass eines Tages jede Brustkrebspatientin ein solches Zeichen der Nähe und der Fürsorge erhält und dass diese segensreiche Initiative noch lange fortgeführt werden kann.“

Neben Dank und Wertschätzung kamen auch Informationen rund um das Thema Brustkrebs an diesem Nachmittag nicht zur kurz. Dr. Anne Andrulat, Leitende Oberärztin Senologie und stellvertretende Leiterin des Interdisziplinären Brustzentrums, ging der Frage nach „Warum entsteht Krebs?“. Krebs entsteht, wenn Zellen in unserem Körper „entarten“ – was häufiger im höheren Lebensalter passiert. Daneben begünstigen UV-Strahlung, Umweltgifte, Rauchen und Alkohol die Entstehung von Krebs.

Niemand ist vor Krebs gefeit, und niemand trägt eine „Schuld“ an einer Krebserkrankung. Mit folgenden Maßnahmen kann das Krebsrisiko jedoch reduziert werden:

  • Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen: Mammographie kann Leben retten!
  • Gesunder Lebensstil
  • Sonnenschutz
  • nicht Rauchen
  • wenig bis kein Alkohol
  • Bewegung: 150 – 300 Minuten moderat oder 75 – 150 Minuten intensiv pro Woche

Dr. Heidelinde Falk, Leitung Psychoonkologie, beleuchtete in ihrem Vortrag die Bedeutung von Resilienz, die psychische Widerstandskraft von Menschen. Ermutigend dabei ist, dass Menschen schwierige Situationen wie eine Krebserkrankung – auch über einen längeren Zeitraum – durchleben können, ohne daran zu zerbrechen. Vielleicht können sie sogar daran wachsen. Falk machte deutlich, dass Resilienz erlernbar ist: „Wir können erkennen, wieviel Resilienz wir in unserem Leben schon erlernt haben, diese wertschätzen und daran anknüpfen.“

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer*innen des Herzkissencafés. Das Herzkissennähen ist kein lautes, öffentlichkeitswirksames Engagement, aber es hält die Gesellschaft zusammen und ist ein starkes Zeichen für Frauensolidarität!

Redaktion: Gerlinde Wosgien

Herzkissen-Café als Dank für genähten Trost (Rotkreuzklinikum München)

Der Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern ist mit 119.000 Mitgliedern der größte Frauenverband des Freistaats. Gegründet 1911 von Ellen Ammann, setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
© 2026 | Katholischer Deutscher Frauenbund Landesverband Bayern e.V.