KDFB

Kongress "Landlust - Landfrust: Gesundheitsversorgung auf dem Land"

Die Gesundheitsversorgung steht vor großen Herausforderungen: Demografische und andere gesellschaftliche Veränderungen erfordern neue Strategien, um die wohnortnahe und flächendeckende Versorgung im Gesundheits- und Pflegebereich auch zukünftig zu erhalten. Defizite in diesem Bereich wirken sich zwar grundsätzlich auf alle Geschlechter aus, doch sind es in der Regel Frauen, die diese Defizite abpuffern und die deshalb die Auswirkungen dieser schleichenden Fehlentwicklung zu tragen haben. 

Zur Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen in allen Regionen Bayerns gehört auch eine gut ausgebaute soziale Infrastruktur. Der Frauenbund ist stark vernetzt im ländlichen Raum; seine Zweigvereine sind verlässliche Anlauforte für Frauen in allen Lebenssituationen. So leistet der Frauenbund „Erste Hilfe“ – doch diese kann die Profis nicht ersetzen.

Deshalb setzt der KDFB Bayern mit diesem Kongress ein starkes gesellschaftliches Signal: Für die Schaffung von gleichwertigen gesundheits-infrastrukturellen Rahmenbedingungen für Frauen und Familien in Stadt und Land

Kongressprogramm:

Land in Sicht: Entwicklung ländlicher Räume und Perspektiven der Daseinsvorsorge
Vortrag von Prof. Dr. Ulrike Grabski-Kieron, Universität Münster, Institut für Geographie, AG Raumplanung
 

Landluft allein macht nicht gesund - Podiumsdiskussion mit:

  • Ruth Nowak, Ministerialdirektorin im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
  • Dr. Marianne Koch, Ärztin und Buchautorin
  • Monika Arzberger, Vorsitzende der Gesellschaftspolitischen Kommission und stellv. Landesvorsitzende des KDFB
  • Prof. Dr. Ulrike Grabski-Kieron 
  • Moderation: Ulrike Ostner, Bayer. Rundfunk 

Im Labor: Dialogrunden (ab 14 Uhr) 

  1. "Gute Besserung", Strategien und Modelle für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum: Erkenntnisse aus dem Kommunalbüro für ärztliche Versorgung und der Förderstelle Innovative medizinische Gesundheitskonzepte, Natascha Raible, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Nürnberg
  2. "Skypen bis der Arzt kommt", Wie digitaler Wandel die Gesundheitsversorgung beeinflusst, Prof. Dr. Walter Swoboda, Direktor am Institut für digitale Transformation, Hochschule Neu-Ulm
  3. "Wenn der Hausarzt nicht mehr klingelt", Handlungsstrategien gegen den drohenden Hausärztemangel in ländlichen Gemeinden, Dr. Jakob Berger, Meitingen, Hausarzt, Regionaler Vorstandsbeauftragter Schwaben, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
  4. "Rettungsgasse freihalten", Die Situation der Krankenhäuser und der Notfallversorgung im ländlichen Raum, Andreas Diehm, stellv. Geschäftsführer, Bayerische Krankenhausgesellschaft e.V., München
  5. "Wir werden das Kind schon schaukeln", Geburtshilfe und Hebammenversorgung , Astrid Giesen, Vorsitzende Bayerischer Hebammen Landesverband
  6. "Kein kleiner Unterschied", Die Geschlechterperspektive in der Medizin; Johanna Zebisch, Fachreferentin Gendermedizin, Städtisches Klinikum München GmbH
  7. "Geht doch", Das Konzept der Gesundheitsregion plus am Beispiel Dillingen, Carolin Rolle, Eugenie Schweikert, Landratsamt Dillingen
  8. "Ist eine(r) von Euch krank…" (Jak. 5,14). Spirituelle Begleitung für Kranke und Sterbende - und Menschen, die zu ihnen gehören, Irene Wimmi, Dipl. Theol., Krankenhausseelsorgerin, Römerberg

 

Termin: Fr., 22.06.2018, 10:00 - 17:00 Uhr
Ort: Haus Sankt Ulrich, Kappelberg 1, 86150 Augsburg
Teilnahmegebühr: KDFB-Mitglieder 35 € / Nicht-Mitglieder 50 € 

Bitte beachten Sie: Für Delegierte der Landesdelegiertenversammlung wird keine Teilnahmegebühr erhoben. Delegierte melden sich aber bitte über die Einladung zur Landesdelegiertenversammlung für den Gesundheitskongress an.

Hier Anmeldemöglichkeit zum KDFB-Gesundheitskongress bis 8. Juni 2018

 

Prof. Dr. Ulrike Grabski-Kieron, Hauptreferentin des Gesundheitskongresses
Marianne Koch, eine der Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion beim Gesundheitskongress, war bereits 2016 zu Gast beim FrauenZukunftsFest des KDFB im Bayerischen Rundfunk; Foto: Gras