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Gleichstellung im öffentlichen Raum, in Medien und Sprache

Knappes Röckchen, offene Bluse, verträumter Blick – Frauen werden in der Werbung gern in Rollenklischees dargestellt, sei es im Fernsehen oder auf Werbeplakaten. Männer übrigens auch, als Abenteurer und Cowboys. 

Der öffentliche Raum ist immer noch männlich geprägt. Das Ergebnis: Frauen und ihre Bedürfnisse haben auf die Stadtplanung zu wenig Einfluss. Sie wollen kurze Wege, einladende Plätze und vor allem keine dunklen Ecken. Wie lässt sich das verwirklichen? Was ist zu tun, damit sich alle wohlfühlen? 

Das Private, das Zuhause dagegen gilt seit jeher als weiblich. Der sogenannte „Hausmann“ wird in der Öffentlichkeit auch schon mal zum „Pantoffelheld“ erklärt. Aber bitte nicht darüber aufregen, liebe Männer, denn Emotionalität passt auch nicht ins Rollenklischee von „starken Mann“. Wieso entscheidet eigentlich das Geschlecht, wer was kann? Geht es auch anders?

Gerade in der Corona-Krise zeigt sich, dass es für Frauen schwerer ist, sich in der Öffentlichkeit zu behaupten. In den Medien erklärten zunächst meist männliche Experten einem Millionenpublikum die Pandemie. Mittlerweile wird deutlich, dass es durchaus auch weibliche Expert*innen gibt! Der deutsche Fernsehfilm ist da noch nicht so weit. Der Frauenanteil bei zentralen Filmfiguren liegt bei etwa einem Drittel. Fortsetzung folgt in den Sozialen Medien: Frauen sind in den 100 beliebtesten Musikvideos Deutschlands deutlich unterrepräsentiert. Wer als Influencer*in Erfolg haben will, muss häufig Erwartungen erfüllen, die an Rollenbilder aus den Fünfzigerjahren erinnern. Das trifft Frauen und Männer gleichermaßen. Hast du Anregungen, wie wir das durchbrechen?

Ein ganz entscheidender Schlüssel für die Gleichstellung ist Sprache. Erwiesen ist: Menschen stellen sich vor, wer konkret benannt, Beispiel: „Virologinnen und Virologen“ ist eine Gruppe von Frauen und Männern. „Die Virologen“ hingegen erzeugen männliche Bilder im Kopf. Wie lässt sich das Gender*n weiter in den Köpfen verankern? Welche Türen kann Sprache noch öffnen? Bring dich ein und entwickle neue Ansätze im Team. 

Der Text erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit und unterliegt der subjektiven Sicht des Autor*innen-Teams. Einzelne Textpassagen sind bewusst provokant geschrieben und laden zur Diskussion ein. Du würdest etwas anders sehen? Teile es mit! Bring deine eigene Meinung im Sinne der Förderung von mehr Geschlechtergerechtigkeit in unserer Gesellschaft beim Hackathon ein. 

Weitere Informationen zum Hackathon #gleichistgleich