KDFB

Gleichstellung der Geschlechter in der Partnerschaft und Erziehung

Kein Mensch lebt völlig unabhängig von anderen. Viele der Arbeiten, die für ein sicheres und erfüllendes Leben notwendig sind, geschehen aber mehr oder minder im Hintergrund und werden nicht als wertschöpfend und produktiv für die Gemeinschaft erfasst. Es sind die Arbeiten der Versorgung, der Erziehung und Pflege, der sozialen Vernetzung, die unentgeltlich und zum großen Teil von Frauen geleistet werden.

Die Corona-Krise hat die grundlegende Bedeutung dieser „Care-Arbeit“ mal wieder ans Licht gebracht. Verschiedene Medien berichten darüber, wie viel Zeit benötigt wird, um neben der beruflichen Arbeit für das tägliche Essen und den Haushalt zu sorgen, die Kinder im Homeschooling zu unterstützen, sie in der freien Zeit danach nicht alleine zu lassen und die Älteren und Pflegebedürftigen der Familien auch noch mit ihren Bedürfnissen im Blick zu haben. Was machen wir nun mit diesen Erkenntnissen?

Denn klar ist: Wer Sorgearbeit leistet, zahlt drauf: Gegenwärtig, weil weniger verdient wird, und künftig, weil die Rente geringer ausfällt. Alleinstehende Mütter haben ein hohes Risiko, später in Altersarmut zu landen. Ist das echte Wertschätzung, die Sorgearbeit erhält? Was ist von Bedeutung in unserer Gesellschaft?

Versuchen Frauen trotz Kindern und Familienbetreuung im Beruf durchzustarten, mangelt es nicht an erstaunten Kommentaren von außen. Wollen sie ganz in ihrer Mutterrolle aufgehen, wird das auch eifrig beurteilt. Egal wie – es gibt eine Meinung dagegen. Vätern geht es ähnlich, insbesondere, wenn sie bewusst Arbeitsstunden reduzieren wollen, um mehr Zeit in Kindererziehung und Haushalt zu investieren. Wie können diese Vorurteile und veralteten Rollenbilder aufgebrochen werden? Wie können die Bedürfnisse aller in einer Beziehung paritätisch vereint werden? 

Ideen? Her damit. Gemeinsam entwickeln wir sie weiter.

Der Text erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit und unterliegt der subjektiven Sicht des Autor*innen-Teams. Einzelne Textpassagen sind bewusst provokant geschrieben und laden zur Diskussion ein. Du würdest etwas anders sehen? Teile es mit! Bring deine eigene Meinung im Sinne der Förderung von mehr Geschlechtergerechtigkeit in unserer Gesellschaft beim Hackathon ein. 

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