Aila Banach, Preisträgerin 2025
Name: Aila Maria Cäcilia Banach, *1994
Ellen Ammann-Preis: Teilnehmerin 2025
Projekt: CatcallsofBayreuth
Was viele Frauen täglich erleben, wird oft kleingeredet: Anzügliche Sprüche, Belästigungen im öffentlichen Raum – sogenanntes Catcalling. Aila Banach wollte das nicht länger hinnehmen. Sie startete 2020 in Bayreuth die Aktionsgruppe „Cat calls of Bayreuth“. Diese bringt solche Übergriffe mit Straßenkreide zurück an den Ort des Geschehens – für Sichtbarkeit, Diskussion und Veränderung.
Die respektlosen Anmachsprüche („Ey, geiler Arsch!“) – mit bunter Kreide auf die Straße gemalt – schockieren, und genau das ist gewollt: Ein Aha-Moment für Passant*innen. Begleitet von Instagram-Dokumentation, Medienarbeit und Veranstaltungen entsteht so ein empowernder Raum für Betroffene. Sie fühlen sich gehört, gesehen – und erleben durch das Mitwirken an den Aktionen echte Selbstwirksamkeit.
Aila Banach schafft zudem Vernetzung mit Verbänden, Gleichstellungsstellen, Polizei und Initiati-ven. Ihr Ziel: patriarchale Strukturen sichtbar machen, aufbrechen und Frauen stärken – durch Öf-fentlichkeit, Empowerment und politische Wirkung. Für viele ist sie längst das, was sie selbst ein-mal vermisst hat: eine Ansprechperson. Mit ihrem Einsatz treibt sie die rechtliche Debatte zur Straf-barkeit voran und fördert ein gleichberechtigtes Leben für Frauen.
