Ursula König, Preisträgerin 2025
Name: Ursula König, *1947
Ellen Ammann-Preis: Teilnehmerin 2025
Projekt: „Lichtblicke“: Frauenhaus in Togo
Für Ursula König änderte sich mit 42 Jahren ihr Leben grundlegend: Ein Kulturaustausch in Afrika führte sie nach Togo, wo sie die Benachteiligung von Frauen und Mädchen tief bewegte. Zurück in der Heimat gründete sie 1988 den Togoverein e.V., um der Ungleichbehandlung entgegenzuwirken. Der Verein fördert Bildung, Aufklärung und medizinische Versorgung.
Besonders die Tradition der Zwangsheirat verursacht großes Leid, da sie häufig mit sexueller und häuslicher Gewalt einhergeht. Ursula König und ihr Team entwickelten die Idee eines Frauenhauses – und setzten sie erfolgreich um. 2024 konnte das Haus „Lichtblicke“ eröffnet werden. Dort finden Mädchen und Frauen nun Zuflucht, psychologische Betreuung sowie Zugang zu Bildung. Eines der betreuten Mädchen erlernte gar das Maurerhandwerk und half beim Bau des Hauses.
Als Projektleiterin ist die Augsburgerin überall gefragt. Sie vernetzt lokale Organisationen, mobilisiert Spenden und kämpft beharrlich gegen Widerstände vor Ort. Und der Einsatz trägt Früchte. 250 Mädchen konnten bereits unterstützt werden – künftig sollen es mehr werden. Dafür wird weitergebaut. Denn Ursula Königs Vision soll wahr werden: mit nachhaltiger Hilfe zur Selbsthilfe – für ein freies, selbstbestimmtes Leben junger Frauen in Togo.
