Bettina Spahn, Preisträgerin 2025
Name: Bettina Spahn, *1964
Ellen Ammann-Preis: Teilnehmerin 2025
Projekt: Lavendel in der Bahnhofsmission München
Frauen in extremen Notlagen – traumatisiert, obdachlos, nicht systemkompatibel – und ihre Kinder finden in der Bahnhofsmission München für eine Nacht Schutz, Sicherheit und die Möglichkeit zur Übernachtung: Auf einer Isomatte können sie sich von 21:30 Uhr bis 7 Uhr ausruhen. Nach dem Clearinggespräch am Morgen müssen sie das Nachtlager allerdings wieder verlassen. Doch oft brauchen die Frauen mehr als nur einen Schlafplatz.
Bettina Spahn, Leiterin der von Ellen Ammann gegründeten Katholischen Bahnhofsmission München, erkannte diese Bedarfslücke. Sie sah, dass die Frauen einen echten Schutzraum brauchen – sowie professionelle Begleitung, Wärme, Essen. So entstand die Idee für das Projekt „Lavendel“: In einer Pension nahe dem Hauptbahnhof mietete Bettina Spahn ab 2020 zunächst ein, später zwei Vier-Bett-Zimmer, die die Bedürftigen so lange nutzen dürfen, bis sie stabil genug für weitere Hilfsangebote sind. Die Frauen können sich hier erholen, pädagogisch beraten lassen und sogar mit den anderen Gästen frühstücken.
2024 zählte das Lavendel bereits 1.934 Übernachtungen. Und dank der Aufnahme in die städtische Regelfinanzierung ist die Fortführung des Projekts vorerst gesichert. Ohne Bettina Spahns unermüdlichen Einsatz wäre dies alles nicht möglich gewesen.
