KDFB

Vermittlerin vieler Fraueninteressen

Waltraud Deckelmann bei der Wallfahrt zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des KDFB Landesverband Bayern; Foto: Gras

München/Inzell, 23.07.2019 ‑ Es fing an wie bei vielen jungen Müttern, im Elternbeirat. Dann kamen Schritt für Schritt immer mehr und immer verantwortungsvollere Aufgaben dazu. Waltraud Deckelmann aus Inzell feiert am Donnerstag ihren 80. Geburtstag und blickt auf eine Ehrenamtskarriere zurück, die ihresgleichen suchen kann. Acht Jahre führte Deckelmann den KDFB Landesverband Bayern. „Dabei hat sie ihre Führungsqualitäten bewiesen, vor allem durch herausragende Integrität, ihre Ruhe und freundliche Offenheit“, so die aktuelle KDFB-Landesvorsitzende Emilia Müller.

Seit 1999 war die gebürtige Passauerin bereits Vizepräsidentin des Frauenbundes, von 2002 bis 2010 KDFB-Landesvorsitzende. Weitere Stationen ihres atemberaubenden Ehrenamts-Pensums: der Dekanatsrat, der Diözesanrat, der Landesfrauenausschuss, das Landeskomitee der Katholiken, die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung.

Als Repräsentantin von 160.000 Mitgliedern des Frauenbundes in Bayern verstand es Deckelmann, strukturelle Ungerechtigkeiten in Kirche und Gesellschaft anzusprechen. Sie benannte Missstände immer deutlich. Deshalb war sie folgerichtig im Landesvorstand von Donum Vitae Bayern aktiv.

Besonders wichtig war für Waltraud Deckelmann stets, dass der KDFB mit seiner Lobbyarbeit stets sensibel auf die Bedürfnisse von Frauen einging. In ihrer Amtszeit wurde die KDFB-Mitgliederzeitschrift KDFB Engagiert erstmals verbandsweit herausgegeben - ein Beweis für ihre herausragende Begabung, zwischen vielen Fraueninteressen zu vermitteln. Auch über Verbandsgrenzen hinweg wirkte sie als Integrationsfigur – Zusammenwachsen und Kooperationen waren ihr ein besonderes Anliegen. Beleg dafür ist, dass sie viele Jahre auch an der Spitze der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Frauen Bayerns stand.

Die promovierte Zahnärztin und Mutter zweier Kinder lebt in Inzell, war bis zur Pensionierung fast durchgängig berufstätig und engagierte sich mehr als drei Jahrzehnte ehrenamtlich.

Redaktion: Ulrike Müller-Münch