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Gesicht zeigen

Es ist Fasching – die Zeit der Verkleidung, des Verstellens, der Maskerade. Mir macht das Spaß, aber ich weiß, dass das nicht allen so geht. Und irgendwann – spätestens mit Beginn der Fastenzeit – ist es dann auch wieder gut. Dann zeige ich mein wahres Gesicht. Klingt wie eine Drohung? Das soll es nicht sein! Im Gegenteil: Wie gut könnten wir miteinander umgehen, wenn wir uns gegenseitig zeigen, wer wir sind; und nicht nur, wer wir sein wollen oder sein sollen.

Vermutlich verwenden weder Sie noch ich Filter auf Social Media?! Da geht es oft nur um den schönen Schein und nicht darum, wie Personen „in echt“ wären. Wie schade! Mein Gesicht mit all seinen Eigenheiten zu zeigen bedeutet für mich ein Stück Wahrhaftigkeit. Ich zeige mich, ohne mich zu verstellen oder zu verkleiden und mache mich damit auch angreifbar. Wobei ich gestehen muss, dass ich die wenigsten Fotos von mir mag; aber um die geht es mir hier nicht.

Gesicht zeigen, mit meiner Haltung in Diskussionen gehen – das muss gar nicht im großen Kontext sein. Es reicht schon, wenn ich zum Beispiel in Bezug auf anstehende Wahlen mit meiner Familie oder mit Freund*innen diskutiere, meine Werte vertrete, dafür einstehe, vielleicht auch versuche, andere zu überzeugen und damit auch mich zeige. Das kann auch schnell mal unangenehm werden – je nachdem, welche Einstellung mein Gegenüber hat. Meine Erfahrung ist, dass zu den Themen Corona und Politik die Emotionen schnell hochkochen und „einfache“ Erklärungen Hochkonjunktur haben und nicht mehr sachlich diskutiert wird. Leider. Eine große Aufgabe: sich dem Gegenwind von erstarkenden extremen Parteien entgegenzustellen und die eigene Haltung deutlich zu vertreten.

Worauf gründet meine Haltung? Wer weiß noch, wo die zehn Gebote stehen? Im Buch Exodus im Kapitel 20, Verse 2-17. Das Doppelgebot der Nächsten- und Gottesliebe finde ich z.B. im Markus-Evangelium im Kapitel 12, Verse 29-31. Und in der Bergpredigt im Matthäus-Evangelium ab Kapitel 5 stehen immer noch gültige Hinweise, wie Leben gelingen kann.

Demokratie lebt vom Mitmachen. Dazu will ich Sie und euch einladen: Mitdenken, mitreden und vor allem wählen bei den Kommunalwahlen in Bayern am 8. März! Last but not least: am 1. März sind PGR-Wahlen – da sind wir auch gefragt, unsere Stimme abzugeben.

Regina Ries-Preiß

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