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Viel Arbeit...

Der Mai beginnt mit Arbeit – mit dem Tag der Arbeit. Wahrscheinlich haben wir an diesem Feiertag gern alle frei und denken gar nicht darüber nach, weshalb es ihn überhaupt gibt. Auch heute noch geht es um menschengerechte Arbeitsbedingungen, um faire Löhne, um familienfreundliche Arbeitszeiten, um den arbeitsfreien Sonntag – vieles, was auch uns Frauen betrifft!

Der katholische Patron der Arbeiter ist Josef. Den „Josefitag“ im März kennen vermutlich noch einige unter uns und feiern ihn vielleicht auch noch? Da geht es – wie so oft in der Kirche – um Männer: Arbeiter, Schreiner, Handwerker…

Eigentlich müssten wir da im Jahreskreis noch einen „Martha-Tag“ dazustellen. Die Bibelstelle von Martha und Maria im Lukas-Evangelium (Lk 10,38-42) ist Ihnen vermutlich geläufig: Jesus kehrt in das Haus von zwei Schwestern ein. Die eine der beiden – Martha – nimmt ihn freundlich auf, die andere – Maria – setzt sich zu seinen Füßen und hört ihm zu, während Martha sich um die Bewirtung kümmert.

In einer weit verbreiteten Deutung dieser Geschichte heißt es, dass beides zusammengehört: das kontemplative Leben und das tätige Leben. Jede der beiden Schwestern verkörpert einen Teil des Lebens. Es geht um Gottes- und Nächstenliebe, um das Verhältnis von Hören und Dienen. Das Hören aber ist die Quelle für die Liebe zu den Menschen, die Grundlage.

Für uns heute heißt das, dass Arbeit in all ihren bezahlten und unbezahlten Facetten einen hohen Wert hat. Wir dürfen uns darüber freuen, dass wir als Christ*innen die frohe Botschaft als Quelle unseres Tuns haben; wir sollten aber auch etwas daraus machen: auf Gottes Wort hören, die Botschaft aktiv umsetzen, uns und unseren Glauben in die Gesellschaft einbringen… Und das – Sie ahnen es – ist auch „viel Arbeit“…

Genießen Sie den Mai und seine Feiertage!

Regina Ries-Preiß

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