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Atme in uns, Heiliger Geist!

Bild: Martin Manigatterer (Foto) / Prof. Rudolf Kolbitsch (Entwurf) - Quelle: Pfarrbriefservice.de

Kennen Sie das Lied (GL 346) „Atme in uns, Heiliger Geist“? Ich mag es sehr, weil es beschwingt ist und einen guten Text hat. Es heißt da: Atme in uns, brenne in uns, wirke in uns, Atem Gottes komm!

Manche stellen sich den Heiligen Geist wie eine Taube vor – Sinnbild für den Geist und auch für den Frieden. Es gibt eine Aufnahme des Liedes, die Sie sich hier anhören können: https://www.youtube.com/watch?v=wTweZe1jIU0.
Die Taube aus dem Video kennen Sie aus dem Petersdom in Rom. - Andere sehen DIE Geistin vor sich – gemalt zum Beispiel in der Urschallinger St. Jakobus-Kirche. Es gibt dort ein Dreifaltigkeitsfresko aus dem 14. Jahrhundert, auf dem der eine Gott in drei Personen dargestellt ist. Die Besonderheit ist hier, dass die mittlere Gestalt durchaus die Darstellung einer Frau sein könnte. Das hebräische Wort für Geist - „ruach“ - ist ein feminines. – Und dann gibt es noch das Bild von den Feuerzungen, die am Pfingsttag über die Jünger*innen kommen…

„Corona“ fordert uns immer noch und wahrscheinlich noch längere Zeit. Beschränkungen kommen, werden geändert und gehen.
Was bleibt, ist die Gewissheit, dass nichts mehr ist, wie es war. - So wird es auch den Jünger*innen an Pfingsten gegangen sein: Jesus war „weg“, ihr eigener Weg mehr als ungewiss – und dann geschieht das Pfingstwunder (Apg 2,1-41): Die Apostel*innen, die sich bis dahin ängstlich eingeschlossen hatten, fassen nach dem Empfang des Heiligen Geistes Mut und gehen hinaus, um zu aller Welt zu predigen; die versammelten Menschen hören sie jeweils in ihrer eigenen Sprache und können sie verstehen.

Du, Geist*in,

erfülle mich – damit ich durchhalten kann.

Du, Geist*in,

atme in mir – auch wenn mir gerade wieder die Luft weg bleibt.

Du, Geist*in,

brenne in mir – und wenn es nur auf „kleiner Flamme“ ist.

Du, Geist*in,

wirke in mir – damit ich den Mut nicht verliere.

Du, Geist*in,

atme in uns – damit wir Gemeinschaft spüren - egal wie groß der Abstand ist.

Du, Geist*in - komm!

Wie auch immer Geist zu fassen sein mag – sie wirkt! In uns und durch uns.

Kommen Sie gut durch diese bewegten Zeiten

– und atmen Sie immer wieder einmal tief durch – holen Sie Gottes Atem J

Alles Gute – bleiben Sie gesund

Regina Ries-Preiß