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Genau hinschauen

Der Mai hat es in sich: Tag der Arbeit, Muttertag, Ökumenischer Kirchentag, Pfingsten – und außerdem ist er traditionell der Monat, der der Mutter Gottes gewidmet ist: Maria.

Jedes Ereignis lädt dazu ein, genau hinzuschauen:

  • Am Tag der Arbeit steht etwas ganz „Profanes“ im Vordergrund: arbeitende Menschen. Wenn wir genau hinschauen, sehen wir: Mittlerweile geht es vor allem um „Gute Arbeit“; es geht nicht nur um Geld für jede*n einzelne*n, sondern auch darum, dass bezahlbarer Wohnraum, der Zugang zu Bildung oder Alterssicherung möglich gemacht werden – zum Wohl der ganzen Gesellschaft. All dies ist immer noch nicht umgesetzt, aber durch Solidarität kann viel erreicht werden – dazu ruft dieser Tag auf!
  • Der Muttertag lädt dazu ein, sich bei denen zu bedanken, die wie selbstverständlich da sind. Wenn wir genau hinschauen, sehen wir: Mütter, Väter, Großeltern, Verwandte, Freund*innen – sie sorgen sich um die Menschen, die ihnen wichtig sind. Da ist viel Liebe, viel Zeit und manchmal auch viel Mit-Leid(en) mit dabei. Wir dürfen dankbar dafür sein, dass es solche Menschen gibt – nicht nur an einem Tag im Jahr!
  • Ein Ökumenischer Kirchentag ist etwas ganz Besonderes: er findet erst zum dritten Mal statt (nach 2003 in Berlin und 2010 in München) und ist ein Treffen von Christ*innen der beiden großen Konfessionen und vieler in Deutschland kleiner Kirchen. Wenn wir genau hinschauen, sehen wir: Es geht nicht um ein Großereignis, sondern darum, dass in der gegenseitigen Begegnung Verständnis füreinander wachsen und gemeinsam der Glaube an Gott gefeiert werden kann – dieses Jahr online.
  • Pfingsten ist der „Geburtstag der Kirche“, das Fest, das der Heiligen Geistkraft gewidmet ist. Wenn wir genau hinschauen, sehen wir: Dieses Fest betrifft alle, die gefirmt sind. Wir alle sind Kirche! Wir alle wirken mit, dass Kirche eine Gemeinschaft von Gläubigen ist und nicht nur Gebäude oder althergebrachte Traditionen. Wir alle sind gerade an Pfingsten eingeladen, Kirche lebendig werden zu lassen!
  • Der Marienmonat Mai hat eine lange Tradition. Wenn wir genau hinschauen, sehen wir: Maiandachten wenden sich Maria ganzheitlich zu: im Gesang, im Schmücken des Maialtares, im gemeinsamen Gebet, im Zusammen-Gottesdienst-Feiern, durch besondere Atmosphäre. Durch die Fürsprache Mariens – einer Frau, die uns nah wie eine Freundin oder Schwester sein kann – drückt sich Gebet in vielerlei Formen aus und steigt so zu Gott.

Alle diese Tage und ihre Bezeichnungen sind uns geläufig. Alle diese Ereignisse haben wir schon vielfach begangen. – Mir geht es so, dass sich mir ihr eigentlicher Sinn erst (wieder) erschließt, wenn ich genau hinschaue. – Vielleicht geht es Ihnen auch so?

Einen wundervollen Monat Mai!

Regina Ries-Preiß

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