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70 Jahre Müttergenesungswerk

Das Müttergenesungswerk feierte am 31. Januar 2020 sein 70-jähriges Bestehen. Die als gemeinnützige Stiftung für die Gesundheit von Müttern von Elly Heuss-Knapp in Stein bei Nürnberg gegründete Organisation stellt anlässlich des Jubiläums aktuelle Ziele und Themen in den Vordergrund – beispielsweise die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Kuren für pflegende Angehörige.  
 

Das Müttergenesungswerk ist bundesweit die einzige Organisation, die politische Arbeit für Kurmaßnahmen für Mütter, Väter und pflegende Angehörige macht und diese auch praxisnah unterstützt. Kuren zur Vorsorge und Rehabilitation für Mütter und Väter gibt es nur in Deutschland – ein Verdienst der jahrzehntelangen fachlichen und politischen Arbeit des Müttergenesungswerks. Es werden Zugangswege gesichert, innovative Qualitätsstandards für Kliniken entwickelt, gesetzliche Verbesserungen erreicht und Ärzt*innen sowie Betroffene informiert.
 
Elly Heuss-Knapp, die Frau des ersten Bundespräsidenten, legte 1951 mit ihrer Rede vor dem Deutschen Krankenkassentag den Grundstein für die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen. Sie erreichte mit den Spendensammlungen rund um den Muttertag, dass tausende Mütter bei einer Kur Erholung und neue Kraft für ihren Alltag finden konnten..

Heute nehmen jährlich fast 50.000 Mütter, etwa 2.000 Väter und mehr als 70.000 Kinder an Mütterkuren, Mutter-Kind-Kuren und Vater-Kind-Kuren in über 70 Kurkliniken im Müttergenesungswerk teil sowie rund 700 Pflegende. Zudem befasst sich das Müttergenesungswerk mit neueren Themen wie der gesundheitlichen Unterstützung von Vätern und pflegenden Angehörigen. Die Organisation fordert aktuell ein gesetzliches Recht auf Beratung und Begleitung vor und nach einer Kur für Mütter, Väter und Pflegende.

Das Müttergenesungswerk kooperiert mit fünf Wohlfahrtsverbänden: Beraterinnen und Berater helfen Betroffenen vor Ort bei der Beantragung, Vorbereitung und Kurnachsorge – in über 1.000 Beratungsstellen. Soweit die Spendenmittel reichen, werden auch einkommensschwache Menschen finanziell unterstützt. 

Der Katholische Deutsche Frauenbund unterstützt das Müttergenesungswerk seit seiner Gründung und ist Mitglied in der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung (KAG). Als Trägergruppe des Deutschen Müttergenesungswerkes schafft sie Rahmenbedingungen für eine bessere Gesundheit von Familien. Besonderes Ziel der KAG ist die Förderung, Weiterentwicklung und Koordination der Müttergenesung als besonderes Angebot kirchlicher Frauen- und Familienhilfe und deren Vertretung im kirchlichen und außerkirchlichen Bereich, das heißt in der politischen Lobbyarbeit.

Mehr Informationen über das Müttergenesungswerk finden Sie hier: www.muettergenesungswerk.de

Zusammenstellung: Gerlinde Wosgien