KDFB

Herzkissenaktion "Frauen für Frauen"

KDFB-Landesvorsitzende Emilia Müller freut sich über den Erfolg der KDFB-Herzkissenaktion; Foto: Gras

Am 1. Januar 2018 startete die Herzkissen-Aktion "Frauen für Frauen" in der Frauenklinik vom Rotkreuzklinikum München. Der Katholische Deutsche Frauenbund unterstützt diese Aktion.

In den letzten Wochen und Monaten haben unzählige KDFB-Frauen fleißig Herzkissen für Brustkrebspatientinnen genäht und an das Rotkreuzklinikum geliefert. Bis Ende Februar 2019 wurden etwa 1.200 fertige Herzkissen und 750 Hüllen von KDFB-Frauen an das Rotkreuzklinikum übergeben.

Irmgard Burger, Krankenschwester im Rotkreuzklinikum und KDFB-Frau, koordiniert die Herzkissenaktion und ist überwältigt vom Engagement der KDFB-Frauen. Sie freut sich, dass sie im Sommer 2017 mit der Bitte um Unterstützung an den KDFB Landesverband herangetreten ist: "Frauenbund-Frauen und Rotkreuzschwestern sind eine sehr, sehr gute Kombination."

Die Herzkissenidee stammt ursprünglich aus Dänemark. Die Herzform ist ein passendes Symbol zur Begleitung durch die Operation und die Chemotherapie. Die Herzkissen tragen dazu bei, Schmerzen und Spannungen nach einem chirurgischen Eingriff zu lindern und sind deshalb für Brustkrebspatientinnen eine große Erleichterung.

Herzkissen als "menschliche Geste der Aufmerksamkeit"

Das Rotkreuzklinikum München bedankte sich am 8. Oktober 2019 mit einem Kennenlerntreffen bei allen fleißigen KDFB-Herzkissennäherinnen. Bei dem Treffen schilderte eine 53-jährige Brustkrebspatientin eindrucksvoll ihre Erfahrungen mit dem Herzkissen. Anfangs fühlte sie sich im Krankenhausbetrieb "mutterseelenallein", aber als sie das Herzkissen in Händen halten konnte, fühlte sie sich "als Mensch aufgenommen". Das weiche Kissen habe für sie die schwierige Krankheitssituation "total entschärft". Es war für sie eine unerwartete, menschliche Geste der Aufmerksamkeit, aber auch ein Symbol der Achtsamkeit: "Jemand hat sich Gedanken gemacht, was ich als Patientin brauche". Das habe sie sehr berührt, und sie wollte das Herzkissencafé nutzen, um sich persönlich bei den Näherinnen zu bedanken. 

Die stellvertretende KDFB-Landesvorsitzende Sabine Slawik freute sich über das Engagement der KDFB-Frauen: "Man kann sich auf die Solidarität von Frauenbundfrauen verlassen; sie sind solidarisch mit Frauen in Not, auch wenn sie sie nicht persönlich kennen." Sie ermunterte die anwesenden KDFB-Frauen: "Machen Sie weiter so! Zeigen Sie weiterhin so eindrucksvoll Ihre Solidarität!"

Folgende KDFB-Zweigvereine unterstützen die Herzkissenaktion des Rotkreuzklinikums:

Altomünster

Aschau

Bad Aibling

Bad Kohlgrub

Bergrheinfeld

Feldkirchen (b. Freilassing)

Forstinning

Garching/Alz

Gosseltshausen / Königsfeld

Gräfelfing

Hohenpeißenberg

Kissing

Kottgeisering

Mammendorf

München, St. Benno

Olching

Rottal/Inn

Schweitenkirchen

Soyen

Traunstein

Unterdietfurt

Zeilarn

So können Sie sich an der Herzkissenaktion beteiligen

Interessierte Zweigvereine erhalten vom Rotkreuzklinikum München ein Paket mit einem fertigen Herzkissen und einer Kissenhülle. Außerdem liegt der Schnittbogen mit Anleitung dem Schreiben bei. 

Falls Sie Interesse an der Teilnahme an unserer Herzkissen-Aktion haben, melden Sie sich bitte unter wosgien@frauenbund-bayern.de.

Redaktion: Gerlinde Wosgien

KDFB-Frauen vom ZV Aschau präsentieren ihre Herzkissen
Großzügige Spende für die Herzkissenaktion vom Diözesanverband München-Freising an Nicoline Beyer (2. Reihe, 2. v. re.)
Heidi Holzmüller und Elisabeth Schuster vom KDFB-Zweigverein Mammendorf nähten 97 Kissenhüllen; am 14 Januar 2019 wurden die Hüllen von neun KDFB-Frauen mit Spezialwatte befüllt und anschließend im Rotkreuzklinikum abgegeben.
KDFB-Frauen vom Zweigverein Soyen mit ihren 180 selbstgenähten Herzkissen;
Hildegard Buttinger (li.), die Verantwortliche für die Herzkissenaktion des ZV Garching, mit ihren fleißigen Näherinnen
Der ZV Zeilarn nähte ebenfalls Herzkissen für das Rotkreuzklinikum München; Foto: Schleindlsperger
KDFB-Frauen vom ZV Forstinning mit ihren selbstgenähten Herzkissen