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Weltgebetstag 2021 aus Vanuatu

Das Gemälde zeigt die Situation auf Vanuatu, als der Zyklon Pam 2015 über die Inseln zog (Bild: Juliette Pita).

Am ersten Freitag im März feiern jedes Jahr christliche Frauen auf der ganzen Welt den Weltgebetstag. Viele Zweigvereine des Katholischen Deutschen Frauenbundes laden am Weltgebetstag zu ökumenischen Frauengottesdiensten ein. Jedes Jahr steht ein anderes Land unter Berücksichtigung der Situation der dort lebenden Frauen im Mittelpunkt.

„Worauf bauen wir?“ lautet der offizielle deutsche Titel des Weltgebetstags 2021, der am 5. März 2021 rund um den Globus gefeiert wird. Die Gebete, Lieder und Texte dazu stammen von Frauen aus Vanuatu. Anders als sonst üblich gibt es zum Weltgebetstag aus Vanuatu zwei Titelbilder.

Das erste Titelbild versinnbildlicht die Situation, als der Zyklon "Pam" 2015 über Vanuatu wütete. Das Bild zeigt eine Frau, die sich schützend über ihr kleines Kind beugt und betet. Die Frau trägt traditionelle Kleidung, wie sie auf der Insel Erromango – eine der Inseln Vanuatus –  getragen wird. Der Sturm fegt über die Frau und das Kind hinweg. Eine Palme mit starken Wurzeln kann sich dem heftigen Wind beugen und schützt beide so vor dem Zyklon. Im Hintergrund sind Kreuze zum Gedenken an die Todesopfer des Sturms zu sehen. 

Das Bild hat eine traurige Aktualität, denn in der Nacht vom 6. auf den 7. April 2020 traf der Zyklon „Harold“ mit voller Wucht auf den Inselstaat. Der Wirbelsturm richtete große Schäden an. Zahlreiche Gebäude stürzten ein. Der starke Wind löste Überschwemmungen aus, vor denen die Bewohner*innen zu entkommen versuchten. Vanuatu hat eine traurige Spitzenstellung im Weltrisikobericht 2020, der im September 2020 veröffentlicht wurde. Vulkanausbrüche oder Überschwemmungen durch Starkregen gab es zwar schon immer auf Vanuatu. Doch durch den Klimawandel nehmen extreme Naturereignisse an Häufigkeit und Intensität immer weiter zu. Dadurch wird es immer wahrscheinlicher, dass sie zur Katastrophe werden.

Beim zweiten Bild zum Weltgebetstag handelt es sich um ein Foto mit Pflanzen aus den Gärten der Frauen, eine Bislama-Bibel, Girlanden-Halsketten und palmengeflochtene Körbe und Fächer. „Das Bild symbolisiert die Vanuatu-Gemeinschaften, es spiegelt Gottes Schöpfung, es zeigt die Verbindung mit dem Land und die Schönheit des Lebens durch den Glauben“, so die Frauen aus Vanuatu.

Im Mittelpunkt des Weltgebetstages aus Vanuatu steht der Bibeltext aus dem Matthäusevangelium Kapitel 7, 24 bis 27 mit dem Gleichnis "Vom klugen und vom törichten Hausbau". Mit ihrem Gottesdienst, der unter dem Leitmotto "Worauf bauen wir?" steht, wollen die Frauen aus Vanuatu dazu ermutigen, das Leben auf den Worten Jesu aufzubauen, die der felsenfeste Grund für alles menschliche Handeln sein sollten. Denn nur das Haus, das auf festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in der Bibelstelle bei Matthäus.

Vanuatu ist mit 292.000 Einwohner*innen ein kleiner Inselstaat im Südpazifik, der 83 Inseln umfasst und sich über eine Länge von 1.300 Kilometern erstreckt. Hauptstadt und wirtschaftliches Zentrum ist die Hafenstadt Port Vila auf der Insel Efate. Vanuatu hat mit 110 Sprachen die höchste Sprachendichte der Welt.

Ein großes gesellschaftliches Problem ist die Gewalt gegen Frauen, die allgegenwärtig ist. Über die Hälfte hat schon Gewalterfahrungen in einer Partnerschaft gemacht.

Weitere Informationen zum Weltgebetstag 2021

Titelbildmeditation zum Weltgebetstag 2021

Rezept: Ingwerkuchen aus Vanuatu

Weltgebetstag trotz Corona

Hintergrundinformationen zum Weltgebetstag 2020 aus Simbabwe

Spendenaktion für Frauen und Mädchen in Simbabwe und anderen Ländern

Unterschriftenaktion zur Entschuldung Simbabwes

"Frauen in Simbabwe" (KDFB Engagiert, 01/02-2020)

Impressionen aus den von KDFB-Frauen mitgestalteten Weltgebetstagsgottesdiensten

KDFB-Zweigverein Indersdorf
KDFB-Zweigverein Indersdorf
KDFB-Zweigverein Indersdorf
KDFB-Zweigverein Hienheim
KDFB-Zweigverein Oberviechtach
 

Weltgebetstagsgottesdienste mit KDFB-Beteiligung

Viele KDFB-Zweigvereine feiern zum Weltgebetstag Gottesdienste und Andachten. Hier finden Sie eine Auswahl der KDFB-Zweigvereine, die sich am Weltgebetstag der Frauen beteiligen.

Arbeitsgemeinschaft christlicher Frauen für den Weltgebetstag in Bayern

v.l.: S. Groh, G. von Postel, E. Glungler, I. Metten, G. Honsberg, R. Ries-Preiß, E. Horsch, M. Wittmann, A. Harrer, S. Oechsle

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Frauen für den Weltgebetstag in Bayern (AG WGT) wurde 1986 gegründet. Sie fördert die Bewegung des Weltgebetstages und die ökumenische Zusammenarbeit. Zur AG WGT gehören rund 15 Vertreterinnen aus verschiedenen christlichen Kirchen und Glaubensgemeinschaften.

Hintergrund

Hintergrund

Der Weltgebetstag der Frauen ist die größte ökumenische Basisbewegung von Frauen. In Deutschland wurden die ersten Gottesdienste 1949 auf Initiative von Dr. Antonie Nopitsch, Gründerin und erste Leiterin des Bayerischen Mütterdienstes der Evangelisch-Lutherischen Kirche, gefeiert. Heute ist die Weltgebetstagsbewegung in Deutschland die größte weltweit. Während 1949 in Deutschland 10.000 Gottesdienstordnungen verschickt wurden, sind es heute eine Million.
Nähere Informationen gibt es unter http://www.weltgebetstag.de und unter http://www.afg-elkb.de/themen/forum-frauen/weltgebetstag/

Kollekte

Kollekte

Über die Verwendung der Kollekte in den Weltgebetstagsgottesdiensten entscheiden die Weltgebetstagskomitees in den einzelnen Ländern eigenständig. Das Deutsche Weltgebetstagskomitee verwendet den Großteil der Kollekte für Frauen- und Mädchenprojekte in aller Welt. Das sind hauptsächlich Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie Ost- und Südosteuropa. Der Weltgebetstag hat 2016 insgesamt 54 Frauenprojekte in 24 Ländern weltweit gefördert. Aber auch die Weltgebetstagsarbeit in Deutschland und weltweit wird unterstützt.

Detaillierte und anschauliche Informationen zur Kollektenverwendung finden Interessierte unter http://weltgebetstag.de/kollekte-und-transparenz

Das zweite Titelbild zum Weltgebetstag 2021 aus Vanuatu; Copyright: WGT-Komitee
Frauen testen unter Beachtung der Hygieneregeln die neuen Trocknungsgeräte in der Provinz Kadiogo/Burkina Faso (Foto: ASFUD)