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Einweihung Ellen-Ammann-Seminarhaus

München, 15.11.2021

Am 12. November 2021 wurde der Neubau am Campus München der Katholischen Stiftungshochschule (KSH), das Ellen-Ammann-Seminarhaus, offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Grußworte sprachen Prof. Dr. Birgit Schaufler, kommissarische Präsidentin und Vizepräsidentin der KSH München, Generalvikar Christoph Klingan, Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Verena Dietl, Dritte Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München und Anush Ghorbani, Vertreter der Studierenden. Sabine Slawik, stellvertretende KDFB-Landesvorsitzende, gehörte zu den geladenen Gästen. Im Anschluss wurde das Haus gesegnet und für den Studienbetrieb freigegeben. Studierende der KSH München konnten per Livestream an der Eröffnung teilnehmen.

Endlich war es soweit: am Freitag, 12. November, konnte das neue Seminarhaus am Campus München feierlich eingeweiht werden. Obwohl schon im Frühjahr 2020 fertiggestellt, ließen es die Corona-Pandemie und damit einhergehende Kontaktbeschränkungen und Maßnahmen im Gesundheitsschutz zunächst nicht zu, das Seminarhaus auch als solches zu nutzen. Vereinzelt fanden – unter strenger Einhaltung der geltenden Hygieneregeln – kleine Seminareinheiten statt. An eine größere Feierlichkeit war zu dem Zeitpunkt allerdings nicht zu denken. Zum Sommer 2021 kam dann endlich ein wenig Entspannung in die epidemische Lage und mit ihr die Aussicht auf mehr „Präsenzlehre“ und eine offizielle Einweihung des Gebäudes im Wintersemester.

So groß wie die Freude an dem Ereignis, so positiv fielen die Grußworte an dem festlichen Freitagvormittag aus. Prof. Dr. Birgit Schaufler freut sich über den „gelungenen Neubau“ und betont, wie sehr das Ellen-Ammann-Seminarhaus zur KSH München und ihrem Profil passt: „Es ist so transparent, einladend und offen wie unsere Hochschule und ihre Mitglieder. Das Gebäude ist für uns nicht nur ein Meilenstein in unserer Hochschulgeschichte, es ist für uns auch ein wichtiger Identifikationspunkt – und lädt uns in seiner offenen Architektur und seinen vielen verschiedenen Sichtachsen zum (Neu-)Denken und zum Diskutieren ein. Danke an alle, die an der Umsetzung dieses Hauses mitgewirkt haben.“ Mit Bezug auf die Corona-Pandemie spricht die kommissarische Präsidentin davon, dass „das Erbaute erst dann Bedeutung erlangt, wenn es mit Leben gefüllt wird.“

Generalvikar Christoph Klingan, Erzbistum München und Freising, der neben einem Grußwort auch die Segnung übernahm, sieht das Ellen-Ammann-Seminarhaus als einen wichtigen Baustein des Kirchlichen Zentrums, indem Vielfalt zentrales Thema ist und Menschen für ein gelungenes Miteinander ausgebildet werden. Der Bildungscampus mit seinen spezifischen Einrichtungen beweist den „Mut, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen“, zugleich würdigte er alle, die zu einer solchen Ausbildung „im Dienst der Gesellschaft“ bereit sind.

Bernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, stellte in seinem anschließenden Grußwort die Bereitschaft zur sozialen Verantwortung heraus: “Unser Ziel muss es sein, junge Menschen auszubilden, die bereit sind, Verantwortung in der Gesellschaft und für den Nächsten zu übernehmen.“ Hier leiste die KSH München durch ihr klares Bekenntnis „zu einer Bildungsarbeit mit einem hohen Anspruch an Wertevermittlung“ einen maßgeblichen Beitrag. Er ging dabei auch darauf ein, wie wichtig soziale Orientierung, Respekt und ein Miteinander „auf Augenhöhe“ in einer doch so wandelbaren und unsteten Zeit sind. „Mein Dank gebührt all denjenigen, die anderen Menschen Orientierung geben und Werte vermitteln, die unsere Gesellschaft zusammenhalten.“

„Verantwortung übernehmen“ und „für andere einstehen“: diesen Gedanken folgend kam es zur Namensgebung „Ellen-Ammann-Seminarhaus“. Ellen Ammann war eine Pionierin der Sozialen Arbeit, bereits 1909 gründete sie die sozial-caritative Frauenschule als eine der Vorgängerinstitutionen der heutigen KSH München. Verena Dietl, Dritte Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München und Absolventin der KSH München, hebt in ihrem Grußwort den nachhaltigen Einfluss der gebürtigen Schwedin für die Landeshauptstadt München hervor und sieht in der Namensgebung eine folgerichtige Würdigung: „Unsere Stadt hat viele ihrer sozialen Einrichtungen dem Wirken und Tun von Ellen Ammann zu verdanken“, sagte sie. Zugleich bedankt sie sich bei ihrer ehemaligen Alma Mater für die heutige „starke Partnerschaft“ mit der Landeshauptstadt und die stets fruchtbare Zusammenarbeit, die Theorie und Praxis zusammenbringt und weit in die Stadtgemeinschaft hineinwirkt.

Anush Ghorbani, Vertreter der Studierenden, spricht von Umfragen, die er unter den KSH-Studierenden machen konnte und von dem positiven Feed-Back. In seiner Ansprache bedankt er sich für die „optimalen Lehr- und Lernbedingungen“, die „tolle technische Ausstattung“ und für die Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten, die der Neubau bietet. „Die Vernetzung untereinander ist so wichtig, in unseren Professionen vielleicht sogar noch mehr als in anderen.“

Die Grußworte mündeten in die Segnung des Gebäudes durch Generalvikar Christoph Klingan und mit den Worten, dass es „so viele Wege zu Gott gibt, wie es Menschen gibt“. In guter Stimmung fanden sich die Gäste danach noch zu einem Get-together im Foyer ein. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung des Ellen-Ammann-Seminarhauses durch das „Trio Well – Cojocaru“ mit Violine, Violoncello und Akkordeon.

Text: Tanja Singer / Sibylle Thiede

Der Katholische Deutsche Frauenbund Landesverband Bayern ist mit 160.000 Mitgliedern der größte Frauenverband des Freistaats. Gegründet 1911 von Ellen Ammann, setzt er sich für Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen in Kirche, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft ein.
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